Montag, Juni 23, 2008

Purer Sommer

Hallo Freunde,
noch heller will ich das Gelb nicht machen, sonst könnt Ihr meinen Eintrag nicht mehr lesen. Aber was hier zur Zeit an Sonnenschein abgeht ist schon stark. Gestern sind hier so um die 34 Grad gewesen. Dann ist noch meine liebe Frau Gemahlin hier - Sommer pur.

Am Freitag waren wir in Salzburg und haben in der schönsten Fanzone Österreichs Rubberfresh,
eine meiner bevorzugten Localgroups, bei einem Auftritt zugehört. Nach dem Auftritt sind wir gefahren, weil wir uns das Spiel Kroatien - Türkei nicht dort anschauen wollten, hatten ja auch noch eine Stunde Heimweg vor uns. Im Radio hörten wir schon, dass wir nichts verpasst haben. Habe mir dann die letzte halbe Stunde der regulären Spielzeit nur nebenbei reingetan und hingeschaut habe ich erst, als die Kroaten ein Tor (119. Minute) geschossen haben. Na ja, dachte ich, das wars dann wohl. Und war etwas traurig, da ich zur Türkei gehalten habe. Aber als dann die türkische Mannschaft in der 121. (!) Minute noch ausgeglichen hat, habe ich mir vor Spannung an einem harten Bonbon einen Zahn beschädigt.

Musste also heute erst mal zum Zahnarzt. Habe zwei große Komplimente vom Zahnarzt bekommen. Zum einen hat er sich positiv über den guten Zustand meiner Zähne geäußert (letzter Zahnarztbesuch 2001) und dann sagte er noch, dass man bei den Zahnlücken was machen könnte. Darauf hin sagte ich, dass das schon seit 30 Jahren gut geht. Darauf hin meinte er: "Ach, haben sie die Zähne als Kind verloren?" :-))
So, und heute geht es ab auf die Alm. Werd mich wohl so bald nicht melden.
Euch auch einen schönen Urlaub
wünscht Euer Det
PS: Und Mittwoch fährt dann wohl die deutsche Mannschaft heim

Montag, Juni 09, 2008

Fußball-Nation Österreich

Grüß Gott, liebe Freunde,
gut - o.k. - das erste Spiel hat Österreich verloren. Aber es sind ja noch einige bis ins Finale:-)
Denken wir nur an Cordoba 1978. Da zehrt dieses Land heute noch von - so wie Deutschland von 1954.

Gut - Deutschland ist noch ein paar Mal danach auch Weltmeister geworden. Aber ist die Fußball-Chronik bereits zu Ende geschrieben? Nein! Wer glaubt denn schon an Statistiken!
Nachdem nun seit Montag auf meiner Terrasse eine Europa-Flagge weht und seit Freitag das Auto sowohl rot-weiß-rot wie auch schwarz-rot-gold beflaggt ist, bin ich gestern (Samstag) nach Salzburg um das Saison-Ende und damit den Meister-Titel "meines" Vereins zu feiern. Wer mich kennt, weiß, dass ich nichts gegen Feiern grundsätzlich habe, aber eine Meisterfeier von Fußballfans ist schon etwas gewöhnungsbedürftig.
Zumindest laufe ich bei der Musik nicht mehr weg. Es gibt ja Lieder, da bin ich vor einiger Zeit noch fluchtartig auf und davon. Aber wenn einem der Verein liegt,
hält man einiges aus. Die Ohren waren hinter her auch tauber als vorher. Als ich zu Hause war, musste ich dann erst mal in die Badewanne. Nicht nur das ich doch etwas verschwitzt war, nein - ein Fan war so freundlich eine halben Liter Bier in die Luft zu werfen, wo von dann eine gehörige Portion in meinen Haaren gelandet ist. Soll ja gut sein - für die Haare. Überhaupt, hat mich der Alkohol-Pegel (nicht meiner) dann kurz vor 22 Uhr nach Hause getrieben. Irgend wann hälts der Det dann tatsächlich nicht mehr aus.
Bis denne
Olé - olé - olé - olé
Euer Det

Sonntag, Juni 01, 2008

News from Mountainland

Griaß Enk,
nach dem aus Lakeland noch nichts Brauchbares zu mir rübergeschwappt ist, schwappe ich Euch mal was aus dem herrlichen Mountainland Austria.

Das Leben ist schön!

Nach dem am Mittwoch auf meinem Thermometer auf der Terrasse eine Maximal-Temperatur von sage und schreibe 34,4 Grad Celsius zu sehen war, ging es mit dem sagenhaften Wetter weiter.
Von der Terrasse aus dem Bauern beim Heumachen zuschauen gibt einem beim Blick auf die Berge im Hintergrund ein Gefühl von Dankbarkeit. Der hohe Freizeitwert kam mir am Freitag erneut zu Bewusstsein, als ich mit 4 Kolleginnen nach Feierabend einen Ausflug auf eine Alm machte. Mal eben, wie gesagt nach Feierabend, für ein paar Stunden auf die Alm und bei Brettljause und Almkräutertee nette Gespräche führen - das hat was!
Am Samstag dann am Familien(!)-Radlausflug von Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund Teil genommen. War auch recht lustig. Insgesamt ca. 45 km mit dem Radl rumgekurvt. Hatte mir glücklicher weise vorher noch eine gepolsterte Radler-Unterhose zugelegt, was den Radlspass wesentlich erhöhte.
Was mir bei diesem Familien-Ausflug auffiel war, dass ich so etwas gar nicht mehr kannte. Gibt es das bei uns nicht mehr oder habe ich es nur nicht mitbekommen, weil ich mich in anderen "Gefilden" bewegt habe? Kenne solche Familientage nur noch aus den 50ern bzw. den 60ern. Aber war interessant. Neben vielen Leuten, die man kennen lernen und beobachten konnte, war auch nebenstehendes Ehepaar, das den Kindern anbot Gold waschen zu können. Reichtum gab es allerdings keinen zu erwerben. Interessant war dann auch eine Bootsfahrt mit dem neuen Rettungsboot der Wasserwacht auf der Salzach.
Habe dann hier beim Surfen noch einen neuen Radiosender gefunden, der mich stark begeistert. Wie bereits geschrieben: Das Leben ist schön!
So weit aus Mountainland.
Euer (Hillbilly) Det

Dienstag, Mai 20, 2008

Anstoss

Hallo Freunde,
nach dem ich nun seit mehr als einem Jahr passives Mitglied in einem Fußballverein bin, habe ich gestern auf die aktive Seite gewechselt und mit Kollegen und anderen (mir unbekannten) Fußballern auf dem örtlichen Sportplatz selbst versucht das Runde in das Eckige zu befördern. Da ich bislang noch nicht Fußball gespielt habe (außer vor ca. 45 Jahren im Sportunterricht), war es eine sehr interessante Erfahrung.
Ein Spiel dauert tatsächlich 90 Minuten. Allerdings gestern durchgehend ohne Pause.
Und das noch im Regen. Glücklicher Weise nur auf halbem Platz. Aber jetzt weiß ich, warum Fußballer immer so komisch gehen - die haben alle Muskelkater. Den habe ich nämlich auch und deshalb den entsprechenden Gang.
Interessant auch mal wieder die Konfrontation mit der eigenen Mentalität. Fußball ist ja nicht nur ein Mannschaftssport, sondern auch ein Kampfsport. Und wer mich kennt, weiß, dass Kämpfen nicht mein Ding ist. So hatte ich einige Probleme einfach auf andere los zu gehen, anderen etwas (den Ball) weg zu nehmen, anderen (z.B. dem Personalchef) nicht den Vortritt zu lassen oder anderen einfach nur lästig zu sein, in dem man ihnen im Weg steht.
Das Positive ist, dass ich konditionsmäßig durch gehalten habe. Aber man kann sich ja zwischendurch auch ausruhen. Und da ich so wie so (noch) nicht der Super-Kicker bin, brauchte ich auch nicht den Stürmer raushängen lassen. In der Verteidigung war ich schon besser. Aus dem Tor hat man mich nach dem dritten Angriff (davon zwei mal hinter mich gegriffen) wieder raus genommen.
Man muss nicht alles können.
Euer Det

Freitag, April 25, 2008

Get Thee Behind Me

Liebe Freunde,
der Esotherik-Boom läuft ohne Gnade. Im Sateliten-TV ist ein neuer Esotheriksender aufgetaucht, der mich immer wieder nur den Kopf schütteln lässt. Reine Verblödung und reine Abzocke, offensichtlicher geht es nicht mehr. Hier in Österreich läuft gerade eine Promo-Aktion über das Tiroler Zahlenrad, mit dem sich angeblich anhand der Zahlen des Geburtsdatums die Charaktereigenschaft bestimmen lässt. Das Buch dazu ist natürlich top in den Sellerlisten und die Autoren verdienen sich eine goldene Nase. Dann lieber das Gummibärli-Orakel, das man hinterher wenigstens aufessen kann :-)
Bei uns im Krankenhaus wird interne Fortbildung angeboten. Solche Themen wie "Professioneller Umgang mit Ernährungssonden" werden abgesagt mangels Teilnahme. Aber "Trommeln" und "TCM" werden gleich drei mal angeboten und sind ausgebucht. Zum Abk..... .
Da tat es gut, gestern endlich im Bibelkreis in der Evgl. Kirche in Bad Hofgastein zu sein. Wollte schon immer hin, ging sich aber dienstlich bislang nicht aus. Haben das 10. Kapitel vom Propheten Jeremia gelesen, wo es heißt:
So spricht der HERR: »Folge nicht dem Beispiel der anderen Völker! Sie mögen vor ungewöhnlichen Himmelserscheinungen erschrecken, du sollst das nicht! Ihre Vorstellungen und Bräuche sind unsinnig: Da holt einer Holz aus dem Wald, der Schnitzer macht einen Gott daraus. Der wird mit Silber und Gold verziert und auf einem Sockel befestigt, damit er nicht umfällt. Solche Götter stehen da wie Vogelscheuchen im Gurkenfeld. Sie bringen kein Wort heraus und müssen herumgetragen werden, weil sie von allein nicht laufen können. Habt keine Angst vor ihnen: Sie können euch nichts Böses tun! Und etwas Gutes zu bewirken, sind sie erst recht nicht imstande!«
Passte recht gut. Und die Teilnehmer waren sich einig. Werde ich bei Gelegenheit wieder hinfahren.

Heute kommt noch folgende Meldung von idea:

In Italien kommt der Satanismus in Mode

R o m / V i r g i n i a B e a c h (idea) – In Italien breitet sich der Satanismus aus. Ein Zentrum der Teufelsanbeter ist die Hauptstadt Rom.

„Es gibt eine größere Offenheit für den Teufel“, sagte der Chefexorzist des Vatikans, Pater Gabriele Amorth (Rom), der US-Medienorganisation Christian Broadcasting Network (CBN/Virginia Beach/Bundesstaat Virginia). Satanismus und Okkultismus kämen zunehmend in Mode, ergänzte der katholische Priester Pedro Barrajon (Rom). Schätzungsweise bestünden im traditionell katholischen Italien rund 800 satanische Gruppen mit mehr als 600.000 Anhängern. In der jüngeren Vergangenheit seien auch einige brutale Morde mit dem Satanismus in Verbindung gebracht worden. 2006 wurden fünf Satanisten wegen Ritualmorden zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht in Busto Arsizio in der norditalienischen Lombardei sah es als erwiesen an, dass die Gruppe „Bestien des Satans“ ein jugendliches Paar im Januar 1998 während einer Schwarzen Messe getötet habe. Die Jugendlichen wurden mit 60 Messerstichen und 80 Hammerschlägen verletzt und noch lebendig in ein Grab geworfen. Der 29jährige Anführer Satanisten wurde zu zwei Mal lebenslänglich verurteilt, vier weitere Mitglieder im Alter von 19 bis 28 Jahren müssen 24 bis 26 Jahre hinter Gitter. Die Gruppe soll noch für weitere Ritualmorde verantwortlich gewesen sein. Bereits 1996 sei der Anführer der Gruppe „Kinder Satans“, Marco Dimiti, wegen der Vergewaltigung von Minderjährigen in satanischen Ritualen zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt worden, so CBN.
Zwischen Besessenheit und psychischer Erkrankung unterscheiden
Amorth und Barrajon schulen Priester im Umgang mit Satanismus und im Austreiben von Dämonen. Es gelte, zwischen satanischer Besessenheit und psychischen Erkrankungen unterscheiden zu lernen. Unter anderem sollte man darauf achten, ob Personen mit Panik auf das Kreuz oder den Namen Jesus reagieren. Über 80 Prozent der 56,8 Millionen Einwohner Italiens gehören nach Angaben des englischen Religionsstatistikers Patrick Johnstone der römisch-katholischen Kirche an. Der Anteil der Protestanten beträgt etwa ein Prozent.

Dass die Zeiten nicht besser werden, ist uns ja bekannt. Zumindest wird eingeräumt, dass es auch eine psychische Erkrankung sein kann. Das war nicht immer so. Vielleicht wird dann doch jemand geholt, der sich damit auskennt.
Euer Det

Donnerstag, April 17, 2008

Womit würde Jesus kochen?

Guten Abend Freunde,
gibt es etwas Neues unter der Sonne? Würde Jesus auch nur mit Wasser kochen? Gibt es sie doch, die Power-Gemeinde?

Für Nicht-Insider, die auf diesen Blog geraten sind, folgendes Intro: Viele meiner Freunde und ich entstammen aus charismatischen Gemeinden, sind dort teilweise traumatisiert oder bestenfalls auch nur frustriert worden, weil uns immer "die große Erweckung - der große Spätregen" versprochen wurde. Näheres dazu im Blog meines Spezis Don Ralfo. Aber weil wir den Glauben (an einem mächtigen Gott) nicht aufgegeben haben, kommen wir immer wieder mit Menschen in Kontakt, die - ja, was denn eigentlich? - die noch nicht frustriert sind.

Beruflich gerate ich oft mit Menschen zusammen, die aus den verschiedenen Kirchen und Gemeinden kommen. Als ich Anfang 2005 nach Österreich kam, dachte ich erst, dass es überhaupt nichts evangelisches hier gibt. Es hat ca. ein halbes Jahr gedauert, bis ich die evangelische Kirche gefunden habe, und ein weiteres Jahr, bis ich entdeckt habe, im Ort gibt es sogar eine Freikirche. Nach und nach tauchen (beruflich, wie gesagt) immer wieder Menschen auf, die zu einer weiteren Gruppierung gehören. Nach Rücksprache mit meinem Pfarrer wurde mein Verdacht bestätigt, es gibt in so ziemlich jedem Ort eine oder mehrere Gruppen, die konspirativ ihr frommes Süppchen kochen. Da ich im Kollegenkreis der einzige bin, der sich einigermaßen damit auskennt, es für unsere Arbeit aber doch wichtig sein kann, die hiesigen (doasigen) Gruppen zu kennen, habe ich mich aufgemacht, mir nach und nach alle mal anzuschauen.

In diesen Zusammenhang gehören auch die Nachrichten, von einem lieben Bruder aus Hannover, den ich sehr schätze, und der in letzter Zeit hier in der Nähe rumtourt und von einer Gemeinde mit unglaublichen Ereignissen berichtet. Er schreibt von gesegneten Versammlungen, in denen Wunder geschehen und mehrere Menschen durch Wunder geheilt wurden.

Diese Berichte kennen wir ja von früher, und immer wenn wir dabei waren passierte nichts. Aber weil ich den Bruder so schätze und glaube, dass Wunder bei Gott möglich sind, dachte ich, dass es ja sein kann, dass diesmal wirklich alles so ist, wie schon immer versprochen.

Bin also letzten Sonntag nach Salzburg gefahren um mir die Gemeinde anzuschauen. Treffpunkt in einem Freizeitheim. Ich war einer von 20 Besuchern. Nach der Begrüßung begann der Gottesdienst in gewohnter Weise mit Lobpreis. War vom Band (bzw. PC) aber gut. Sehr guitarrenlastig (reif für die Bluesgarage) und guter "Headbanging Worship". Danach gleich Abendmahl und Kollekte, die in einer beklebten Milka-Herz-Schachtel eingesammelt wurde (sehr positiv von mir registriert). Dann kam die Predigt. Bis auf die Tatsche, dass sie mal wieder viel zu lang war (ca. eine Stunde), war eigentlich nichts daran auszusetzen, wenn es auch nicht so der theologische Brüller war. Aber als "geistliche" Pointe dann ein Exclusivanspruch, der sich gewaschen hat und der Hinweis, dass er (der Prediger) der auserwählte Leiter ist. Bin dann gleich nach Hause. Mit der Erfahrung, dass es wohl doch nichts Neues unter Salzburgs Sonne gibt.

So gibt es die ersehnte Power-Gemeinde wohl doch nur im Kino bzw. TV. Oder später mal, wenn im Himmel die Post abgeht.
Schluss mit der Diesseitsvertröstung!
We Have A Nice Eternity
Euer Det

Freitag, April 11, 2008

The Time Is Right

Grüß Gott, liebe Freunde,
verfolgt Ihr auch die Retros auf die 68er? Wahrscheinlich berührt es auch nur die, die damals das Ganze mitbekommen haben, entweder als Nachrichtengucker, als Mitwasanderembeschäftigte, als Mitläufer oder als StreetfightingMan. Heute vor 40 Jahren wurde auf Rudi Dutschke
geschossen. Und das ist ein Grund für mich, persönlich auch einen Rückblick zu halten. Denn bei allen Retrospektiven vermisse ich doch etwas. Die meisten fragen nur, ob die 68er für den Umbruch ins Glück oder ins Unglück verantwortlich sind, ob sie die Freiheit gebracht haben oder die Unmoral.
Natürlich war hinterher vieles anders vorher. Aber kann man sagen, dass vorher alles besser oder alles schlechter war. Oder dass vorher keine Freiheit da war? Ich erinnere mich, dass wir als Lehrlinge in der Druckerei, in der auch die BILD-Zeitung (ich verzichte hier auf einen Link) hergestellt wurde, nach dem Attentat auf Dutschke uns vor die Tür der eigenen Druckerei gesetzt haben um die Auslieferung der BILD zu verhindern. Denn die war für uns an allem Schuld. Der Wahrheit zu liebe muss ich allerdings hinzufügen, dass ich nicht mit vor der Tür saß, weil ich gerade einen Brechdurchfall hatte (auch Schuld der BILD?). Aber die Frage ist: Wäre das heute noch möglich, dass Lehrlinge bei der eigenen Firma eine Blockade durchführen und sie keine Schwierigkeiten bekommen?
Ich erinnere mich an eine Anti-Vietnam-Diskussion, in der wir in einer Reihe standen, und uns auf einen halben Meter Abstand eine Polizei-Kette gegenüber und ich frage einen Polizisten : "Ist Hubert auch hier?" Hubert war ein Ministranten-Freund, der zur Polizei gegangen war. Ein völlig entspanntes, fast kollegiales Verhältnis der Demonstranten zur Polizei. Heute auch noch möglich?
Die Welt ist also nicht entspannter geworden. Viele der 68er sind auch nicht mehr das, was sie damals waren. Viele sitzen heute als Bosse oder Politiker dort, wo sie sich damals für geschämt hätten.
Nur eine Institution hat sich nicht verändert. Die BILD-Zeitung belügt nach wie vor Deutschland und hat nach meiner Einschätzung einen Negativ-Einfluss auf Deutschland, den die 68er nie gehabt haben. Manchmal sage ich im Bekanntenkreis: "Es gibt zwei Dinge, auf die ich stolz bin. Ich habe noch nie Geld für die BILD-Zeitung ausgegeben - und ich habe noch nie FDP gewählt!". Zwei Dinge, die ich mir als ehemaliger 68er bewahrt habe.
Hey! Think the time is right for a palace revolution
But where I live the game to play is compromise solution
Well, then what can a poor boy do
Except to sing for a rock'n'roll band
'Cause in sleepy London town
There's just no place for a street fighting man
No

For A Nice Eternity

Peace!

Euer Det

Dienstag, April 01, 2008

Runter gehts immer

Liebe Freunde,
nachdem ich mich nun seit zwei Monaten nicht als lebend gemeldet habe, hier das Neueste in Kürze. Dass ich zwischenzeitlich zu Hause in D war wisst Ihr ja. Hatten auch eine gute Zeit miteinander - gell? Dann waren über Ostern die Frau Gemahlin und der Herr Sohn hier. Hatten eine wirklich gute Zeit miteinander. Der Wunsch nach Schnee wurde mehr als erfüllt. Es schneibte reichlich. Am Osterdienstag dann so gewaltig, dass der Wunsch nach einer Schneeschuhwanderung auf nächsten Winter verschoben werden musste. Die Hüttenwirtin von der Kopphütte wollte uns einfach keine Schneeschuhe leihen, kamen ja auch kaum in die Hütte hinein vor lauter Schnee.

Aber der Hammer kam bei der Heimfahrt. Musste an meine Frage an den Vermieter bei der Wohnungsbesichtigung denken: "Kommt man im Winter denn auch runter?" Die Antwort meiner löblichen Kollegen war damals: "Runter kommste immer!"

Auf der Heimfahrt wollten wir unseren Berg rauffahren, aber da steht ein Auto im Weg und kommt nicht weiter. Weil wir ca. 200 m vor der Haustür waren, sagte ich zu Frau und Sohn, dass sie schon mal vorgehen sollen, wir bräuchten ja nicht zu dritt warten bis der Weg frei sei. Als der Weg dann endlich frei war, wollte ich den Berg hoch fahren, musste aber anhalten, weil oben einer abwärts wollte. So wollte ich rückwärts fahren um den Weg frei zu machen, kam aber ins Rutschen und rutschte ca. 50 m auf der Straße bergab. Als ich dann endlich direkt am Abhang zum Stehen kam und überlegte, was nun zu machen sei, kam mir das Auto von oben entgegengerutscht und stößt mich über die Böschung, so dass ich mit dem Bodenblech auf der Kante zum Abhang hing. Wenn man so will, also binnen zwei Minuten zwei mal mit dem Leben davon gekommen. Auto ist erst mal zur Reparatur. Bis morgen.

So bin ich jetzt geübt darin den Arbeitsweg zu Fuß zu bewältigen. 6 km bergrunter in 50 Minuten und bergrauf in 70 Minuten. Fahrrad auch gleich wieder fit gemacht. Kaputte Autos zwingen zum Sporteln. Heute das Joggen angefangen. Bin allerdings nach 5 Minuten wieder zu Hause gewesen. Bergauf joggen ohne Vortraining ist auch nicht so einfach (in meinem Alter).
Mittwoch sind Frau und Sohn dann wieder ab nach D, konnten freundlicher weise im Abschleppwagen mitfahren um dann per Zug nach Salzburg zu kommen. Am Donnerstag wurde es dann schon milder und am Samstag waren dann auf meinem Thermometer 19 Grad. So ist bei meiner Wanderung der Schnee nur noch auf der Schattenseite des Berges (Bild unten), ansonsten war er weg (mittleres Bild). Linkes Bild zeigt einen Blick auf St. Johann von der Vogei-Hüttn aus.
Servus die Wadln.
Euer Det



Donnerstag, Januar 31, 2008

Zeichen der Zeit

Liebe Freunde,
gestern hat ein mir unbekannter Raphael einen Kommentar zum Blogeintrag vom 5.11.07, in dem ich mich mit der nach meiner Einschätzung gefährdeten Meinungsfreiheit beschäftige, geschrieben. Komischer Weise bezeichnet er mich dabei als Meinungsfaschisten. Komisch, dass gerade die, die Meinungsfreiheit einfordern als Meinungsfaschisten bezeichnet werden. Aber die Faschismuskeule ist ja ein in Deutschland hoch wirksames Instrument andere mundtot zu machen.
Einen fragwürdigen Umgang mit der Meinungsfreiheit hat der Bundestagsabgeordnete der Grünen Volker Beck. Einen Link dazu wieder ein mal von "idea".
Was sonst noch interessant ist, ist ein neu erschienenes Buch, das die drei großen Weltreligionen verächtlich macht.
Es gibt ja Leute, die denken Christenverfolgung ist etwas aus dem alten Rom. Ich habe mir deshalb erlaubt mal eine Aufstellung für 2008 anzufangen.
Kopf hoch
Euer Det

Freitag, Januar 25, 2008

Punk isn't dead

Griaß Aich,
falls Ihr Euch so fragt, was ich mache, wenn ich mich nicht melde: . . .
. . . und das nach drei Mal üben.

Hier auf der Alm geht halt der Punk ab. Gö!

Pfiat Aich!

Det

Sonntag, Januar 20, 2008

Hallo Freunde,

will mich gar nicht groß dafür entschuldigen, dass ich so lange nichts geschrieben habe. Aber langweilen tue ich mich nicht :-)
Will nur kurz mitteilen, dass ich auf meiner Homepage eine neue Seite eingerichtet habe. Und da ich dort einen Link zu diesem Blog gelegt habe, kann ich mich auch gleich outen. Wer also immer noch nicht weiß wer ich bin und falls es überhaupt interessiert (die Kommentare haben ja auch nachgelassen), der kann dann meine Homepage besuchen.
Und hier noch etwas Erbauliches: Wie ihr wisst, bin ich ja seit Anfang letzten Jahres Mitglied der doasigen lutherischen Kirche und die hat vor einiger Zeit einen neuen Bischof bekommen und der soll am 06.01.08 in seiner Antrittsrede folgendes von sich gegeben haben (laut idea.de):
"Die persönliche Begegnung mit Jesus, das Gebet, das Vertrauen darauf, dass dein Leben in seiner Hand geborgen ist, dass dir nichts geschehen kann, was dich aus der Hand Gottes reißt - für diese Botschaft ist die evangelische Kirche da."
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Euer Det

Dienstag, Dezember 11, 2007

Link

Hallo Freunde,
ich lebe noch. Nach dem ich drei Wochen zu Hause war, bzw. eine Woche davon in der Türkei, hat mich die Arbeit wieder voll ergriffen. Deshalb hier nur kurz ein Link zu einem Zeitungsbericht, der mich heute beschäftigt hat.

Musste den Eintrag erweitern, weil mir noch etwas interessantes auffiel.

Noch etwas, das ich interessant finde.

Gruß Det

Montag, November 05, 2007

Die Macht der Minderheiten

Hallo Freunde,
mich beschäftigt in der letzten Zeit das Gleiche wie viele andere auch - die Meinungsfreiheit in Deutschland bzw. Europa.
Dazu fiel mir gestern folgende Begebenheit ein: Es war 1998 gegen Ende meiner Pflegemanagement-Weiterbildung. Das Thema im Unterricht war "Macht". Wer es nicht weiß, der Träger der Schule war eine gewerkschaftliche Bildungsvereinigung. Es ging also darum, was Macht ist, welche Gefahren bestehen, wie kann Macht missbraucht werden und dann natürlich darum, wie können wir künftigen Manager es verhindern in die Machtfalle zu tappen, sprich: Wie vermeide ich Machtmissbrauch.
Die Dozentin fragte uns nach Beispielen von Macht bzw. deren Missbrauch. Nach einigen Beispielen meldete ich mich natürlich auch zu Wort und nannte "Die Macht von Minderheiten". Darauf hin fragte mich die Dozentin was ich denn damit meine und ich erwiderte, "Es gibt Minderheiten, die üben eine Macht aus, die ihnen nicht zusteht!" Es folgte natürlich die Frage nach Beispielen. Worauf ich in etwa Folgendes von mir gab: "Zwei Beipiele fallen mir ein. Zum einen die FDP, ständig mit der 5%-Hürde kämpfen, aber am liebsten immer mitregieren und so tun als hätte sie die Mehrheit. Und als zweites die Homosexuellen (Wobei ich natürlich erst mal klar stellen musste, dass ich nichts gegen diese habe und sowieso gegen jede Diskriminierung bin), die in der Öffentlichkeit und gerade im TV dermaßen massiv auftreten und sich präsentieren, dass man sich schon fast dafür entschuldigen muss Hetero zu sein."
Das Ganze hatte noch eine spezielle Brisanz dadurch, dass alle anderen Schüler wussten und ich ahnte, dass unsere Dozentin mit einer Frau zusammen lebt. Also allgemeines Zusammenbrechen im Raum, aber die Dozentin gab mir Recht.
Warum schreibe ich das? Wie schon oben erwähnt, mache ich mir Sorgen um die Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland und Europa. Das Ganze hat mehrere aktuelle Anlässe.
Zum einen das ganze Getue um Eva Hermann, die von der Mehrheit der Medien mit einer Massivität in die rechte Ecke gestellt wird, dass es einem den Rücken kalt runter läuft. JBK hat sich mit dem Rauswurf aus seiner Sendung als unfähig geoutet, was indirekt sogar von einigen seiner Kollegen geäußert wird. In der Auftaktsendung von "Schmidt&Pocher" haben die beiden einen Naziomaten getestet. Ein (angebliches) Gerät, dass Alarm geben solle, wenn jemand etwas Verdächtiges in Richtung Nazitum äußert. Als Pocher sagte "Ich wurde bei der Fahrt hierher auf der Autobahn geblitzt", gab es Alarm und er sagte "Aha - Autobahn!". Darauf Harald Schmidt: "Oder 'geblitzt' wegen 'Blitzkrieg'!". Woraufhin kein Alarm kam. - Interpretation frei!

Zum Thema Pressefreiheit und der Umgang mit Eva Hermann hier einige Links:
http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews[tt_news]=58191&tx_ttnews[backPid]=369&cHash=5fa708b960
http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews[tt_news]=58686&tx_ttnews[backPid]=369&cHash=2ef773d7ea
http://www.kath.net/detail.php?id=18130

Ein weiteres Beispiel zu meiner Sorge: Hier in Österreich war vor kurzem ein Kongress zum Thema: "Religiosität in Psychiatrie . . ." . Wenn ich mich nicht schon zum Kongress über Essstörungen angemeldet hätte, wäre ich da gern hin. Jedenfalls las ich dann vorher schon in einem österreichischen Wochenblatt, dass dieser Kongress sehr umstritten sei, da dort unter anderem "Exzorzisten" und "Schwulenheiler" ein Forum bekämen. Was man davon halten will ist die eine Sache, aber das Ganze soll sich dann dermaßen entwickelt haben, dass man schon staunen muss, wie es um die Meinungsfreiheit bestellt ist.

Dazu folgender Link:
http://www.idea.de/index.php?id=355&tx_ttnews[tt_news]=58495&tx_ttnews[backPid]=369&cHash=8aee1ea6f3

Und dann erreichte mich vor ein paar Tagen noch eine Mail mit folgenden Links:
http://www.politicallyincorrect.de/2007/11/das-wunder-von-lissabon/
http://euobserver.com/9/25019

Was ist nun davon zu halten? Wenn Ihr mögt, lest alles und bildet Euch eine Meinung. Bedenkt aber, dass alle Artikel erst mal nur die Meinung der Veröffentlicher darlegen. Dass ich die Links hier veröffentliche heißt nicht, dass ich sage: Das ist wahr!" Es heißt nur, dass ich es sehr interessant finde, dass man manche Dinge nicht mehr in den normalen Tagesmeldungen erfährt. Ich bin gewiss kein Fan von Verschwörungstheorien. Aber ich finde immer mehr Bestätigung meiner These: "Nicht die Liberalen sind liberal, sondern wir Konservativen!" Die Liberalen posaunen sofort in die Ketzer-Trompete wenn ihnen was nicht passt, aber die Konservativen müssen jeden liberalen Scheiß aushalten.

Euer Det

Samstag, Oktober 27, 2007

Pongowian Autumn

Grüß Euch, Freunde!
Lange nicht gemeldet, aber war auch viel los. Liebe Freunde aus D'dorf waren zu Besuch, ebenso die Frau Gemahlin. Haben einige schöne gemeinsame Tage verlebt. Viel gewandert und dabei die herrliche Natur bewundert.
Der Pongauer Herbst, der zum Schluss sehr an den so genannten Indian Summer erinnerte, ging etwas abrupt in den Pongauer Winter über. Ca. 10 cm Schnee haben bereits gelegen. Der Nebel ist ja nichts besonderes, wenn man bedenkt, dass ich hier oft genug in den Wolken wohne. Was nicht heißt, dass hier das Wolkenkuckucksheim ist. :-)
Aber es ist zumindest eine Fotoserie wert. Die ersten drei Fotos sind Anfang September entstanden. Ein Blick von meiner Terrasse auf St. Veit. Einmal um 8:30 Uhr, dann um 10:00
und dann um 15:30 Uhr.
Aber dann, als der Besuch da war, hat die
Natur so richtig nach guter
Herbstmanier zugeschlagen. Die Liechtensteinklamm und einige Almen, so weit noch offen, abgewandert. Bild 4 zeigt die Liechtensteinklamm und die anderen Bilder den extrem bunten und schönen Pongowian Summer. Einfach nur zurück lehnen, genießen und dann mich bitte beneiden! O.k.?


War das letzte Wochenende zu einem sehr guten Fortbildungskongress in Alpbach in Tirol zum Thema "Essstörungen". Hartes Thema. Hoffe, ich kann Euch noch in einem weiteren Eintrag davon berichten. Jedenfalls war das der Zeitpunkt, als der Schnee kam. Hatte vorsichtshalber schon mal die Schneeketten eingepackt. Und war froh, dass ich noch gut am Samstag nach Hause kam, um dann gleich am Sonntag wieder zu arbeiten.

Und gestern, am österreichischen Nationalfeiertag, war dann so ziemlich alles wieder weg. Dazu wieder ein paar Fotos von meiner schönen Aussicht.

Hier zum Schluss noch der Text eines Liedes, das mir spontan von den Lippen bzw. aus dem Herzen kam, als ich das erste Mal von den Kree-Almen herab ins Großarltal kam:

Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte,
Die Du geschaffen durch Dein Allmachtswort,
Wenn ich auf alle jene Wesen achte,
Die Du regierst und nährest fort und fort.
Dann jauchzt mein Herz Dir, großer Herrscher, zu
Wie groß bist Du! Wie groß bist Du!

Gott segne Euch!

Euer Det

Montag, Oktober 08, 2007

Papst doch gut drauf?

Nachdem die bereits erwähnte Volxbibel im evangelischen Bereich umstritten ist und von einigen gutmeinenden Brüdern arg verrissen wird, meldet jetzt idea, dass der Papst dieses ganz anders sieht. Zwar will er sie nicht im katholischen Kirchengebrauch einsetzen (verständlich), aber den missionarischen Sinn, den scheint er begriffen zu haben.

Weiter so!

Auf Bayern ist halt Verlass!

Euer Det

Samstag, September 08, 2007

Wer ist Papst?

Grüß Euch Freunde!
Man kommt nicht um ihn herum. Gestern im Auto brachte mein Standard-Autoradiosender ständig nur Papst. Habe dann auf den bevorzugten Ausweichsender geschaltet. Dort habe ich es wenigstens nicht mehr verstanden. Meine derzeitige Lieblingstageszeitung titelte prompt: "Heute sind wir Papst". Sollen sie. Mir geht es da eher wie Petrus, der war auch nie Papst. Und der heutige Titel war sehr zweideutig, wenn man bedenkt wer in der Sintflut und wer in der Arche war.
Der absolute Aufreger für mich war aber die Rede vom Papst am Nachmittag in Wien. Da fragt man sich doch, ob er sich nicht lieber sein Studiengeld fürs Theologie-Studium zurück zahlen lassen sollte. So die Bibel zu zitieren und dann krusestes katholisches Denken und Marienkult damit zu verbinden, grenzt für mich schon an Gotteslästerung. Ich habe die Rede unter obigem Link für Euch aufbereitet (sofern Ihr interessiert seit) und Anmerkungen zugefügt. Starker Tobak.
Auch heute auf Station (Dienst von 7:00 bis 20:00 Uhr) kam man nicht um den Papst herum. Der Riesenflachbildschirm im Aufenthaltsraum sprudelte den ganzen Vormittag bis nach dem Essen Papamania. Versöhnlich für mich war nur sein Schuldbekenntnis: "Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken!". Wer erteilt eigentlich dem Papst die Absolution?
Für die, die jetzt denken "Muss der Det denn immer alles nur negativ sehen?" hier auch noch etwas Positives. In Punkto Position zur Fristenlösung bzw. Abtreibungen sind wir beide ja einer Meinung. Das hat er dann abends den Politikern mitgeteilt.
Führt Euch Gott
Euer Det

Donnerstag, September 06, 2007

Der Papst trägt Prada

Liebe Freunde!
Hier also mein derzeitiges Lieblingsplakat. Für mich mal wieder ein echter Aufreger. Was ist in ihn gefahren? Was ist mit den Vatikanern los? Hat er Berater aus der amerikanischen Fernsehprediger-Szene? Oder gar einen von Benny Hinn? Kann man demnächst einen Ablass per Kreditkarte oder web.cent bezahlen? Was verdient der Vatikan an den SMSen? Muss der Papst damit seine roten Prada-Potschn bezahlen? Fragen über Fragen werfen sich auf.
Und dann noch der Hinweis in den Medien: "Gläubige können auch über weite Distanzen am Papstbesuch persönlich teilhaben". Wie wird hier unterschieden? Nur in Gläubige und Ungläubige? Kommt mir irgendwie bekannt vor. Oder wird unterschieden zwischen Richtigglaubenden und Falschglaubenden? Schließlich ist ja laut Benedikt XVI nur die Katholische Kirche eine richtige Kirche. Oder auch der Hinweis "Ganz Österreich freut sich auf den Papst!" Ganz Österreich? Hilft Zaubertrank?
Heute kam die Meldung, der Papst sei heiser. Vielleicht kommt er ja doch nicht, bleibt auf seinem Thron im Vatikan sitzen und smst.
Zumindest braucht er nicht wie einst Janis singen "Oh Lord, want you buy me a Mercedes-Benz", er hat ja 60 Papamobile.
Also heißt es für mich die nächsten drei Tage "Augen und Ohren zu und durch!"
Na denn
Euer Det

Ös hod gschneibt

Griaß Aich,
komme heut in der Früh vom Nachtdienst (die ganze Nacht wars schon eiskalt, aber haben uns warm gearbeitet) und sehe die Berge sind weiß. Und je höher ich kam, desto mehr wurde aus Regen Schnee. Oben warens tatsächlich dicke Flocken. Blieb allerdings nicht liegen. Und das ist gut so! Is ja halt doch noch a bisserl früh im Jahr, gö. Hatte dann heute frei und bin am Nachmittag mit vier netten Kolleginnen auf eine Alm gewandert. Im strömenden Regen. War trotzdem guat. Bei Almkräutertee und a Brettljausn ließ sichs gemiatlich reden. Die Almwirtin hat uns noch a Schlüsselblumenschnapserl aufn Weg mitgebm und dann gings wieder oba.
Habe eben noch ein Entspannungsbad genossen und mach mich jetzt ins Bett. Ich hoffe, dass ich morgen dazu komme Euch mein derzeitiges Lieblingsplakat zu präsentieren. Seids gespannt.
Pfiat Euch
Det

Montag, August 13, 2007

Sommerlöcher

Hallo Freunde,
habe gerade festgestellt, dass es schon wieder fast ein ganzer Monat hin ist seit dem letzten Eintrag. Was mir in den letzten Wochen durch den Kopf gegangen ist, sind die diversen Sommerlöcher. Gewiss, meine fehlenden Einträge sind auch so ein Sommerloch. Aber der Unterschied von Deutschland zu Österreich ist mir mal wieder aufgefallen. Tut mir ja wirklich leid, aber ich muss mich wiederholen: Österreich ist ein saugeiles Land.
Ich möchte mich jetzt gar nicht darin ergehen, die Füllungen des deutschen Sommerloches zu ergründen. War was Positives dabei? Aber hier gehts gut ab. Außer dass die Spitzenpolitiker durchs Land radeln, ergehen sich die Leute aus der zweiten Reihe in Gedankengängen, auf die man in DE vergeblichen warten wird.
Nicht nur, dass man hier Arbeit bekommt. Nein, die wird auch noch gut bezahlt und mit wesentlich weniger Abzügen versehen. Na ja, und von den automatischen jährlichen Gehaltserhöhungen von ca. 2,8% und dem 13. + 14. Gehalt habe ich euch ja erzählt. Aber jetzt kommts: Der Sozialminister (SPÖ) denkt im Sommerloch mal laut nach und meint bei der nächsten Tariferhöhung müssten schon mindestens 4% drinliegen. Darauf hin will sich die ÖVP natürlich nicht lumpen lassen und schiesst nach. Irgendein Politiker von denen äußert sich, dass ein 15. Gehalt eigentlich dringend nötig sei.
Dass das nur Luftblasen aus dem Sommerloch sind ist mir klar, aber darauf muss man erst mal kommen.
Euer Det

Sonntag, Juli 15, 2007

Wieder im Land

Grüß Euch, Freunde,
bin seit Donnerstag also wieder im Land (AT), nach dem ich vom Urlaub (GR) noch einen Zwischenstopp zu Hause (DE) gemacht habe. War schon etwas eigenartig, nach fast vier Wochen wieder hier in Österreich anzukommen. Hatte erst mal wieder einen Touristenblick. Gab sich aber schnell. Dann das nächste Aufmerken bei den lokalen Wetternachrichten: "Guten Abend, morgen ist kein Wedelwetter, die Schneefallgrenze hat sich auf 2000 m zurück gezogen." Und das nach so einem heißen Urlaub. Aber das hat sich ja nun geändert. Auch hier waren heute 35 Grad. Angenehm nach den 40 bis 50 Grad auf Rhodos.
Wie war nun der Urlaub? Im Großen und Ganzen schön, erholsam und angenehm. Hotel und drumherum war sehr gut. Das Hotel war zwar groß, aber überschaubar. Alles sauber und das Personal größtenteils sehr freundlich. Sehr positiv war auch, dass im Zimmer ein leerer Kühlschrank war, den man mit eigenen Getränken bestücken konnte ohne dass es Probleme gab. Ungewohnt aber witzig war das Animationsprogramm. Trotz Hitze sind wir wandern gegangen und die Inselrundfahrt hatten wir ausgerechnet am heißesten Tag, an dem bis zu 50 Grad waren, gebucht. Haben zwar alles gut durchgestanden, aber im Hotel angekommen war zumindest ich fix und fertig. Die Klimaanlage im Zimmer hats nicht mehr geschafft und ich war so überhitzt, dass ich trotz Abkühlung im Pool noch so erwärmt war, dass ich mir abends Wadenwickel gemacht habe. Die Insel soll zwar die grünste griechische Insel sein, mir kam aber von Pflanzen bis Hund und Katz alles grau belegt vor. Drei mal waren wir in Rhodos Stadt und haben uns die alten Stadtmauern angeschaut. Sehr sehenswert, da alles noch gut erhalten. Auch die alten Häuser sind noch vorhanden, teilweise renoviert, teilweise stark renovierungsbedürftig. Aber auch sehr auf Touristen ausgerichtet. Alles ein großer Bazar. Einmal einen Ausflug zu einer Nachbarinsel unternommen. War auch heiß, aber nicht so wie bei der Rundfahrt. Die ganze Insel surrte von den Zykladen (große Grillen) in den Bäumen. Auf der schon erwähnten Insel-Rundfahrt war eine alte Kreuzfahrer-Burg zu sehen, die ebenfalls gut erhalten war und einen sehr schönen Eindruck vom damaligen Leben vermittelte. Sonst konnte man halt noch die griechische Schnaps- und Honigproduktion bewundern oder sehen, wie sich Einheimische über die Massen von Touristen wundern. Nach jedem Ausflug war man wieder froh in den kühlen Pool einzutauchen. Nachmittags hatten sich dann auch schon die Liegenreservierer verzogen. Komisch, angeblich soll das ja eine Unart der Deutschen sein, die sich schon morgens die Liegen am Pool reservieren. Im Hotel waren zwar nur ca. 10 % Deutsche, aber 100 % Liegen waren reserviert. Das war ein Punkt, der mich nervte. Und das man ständig irgendwelche Leute um sich herum hatte. Als die zwei Wochen dann rum waren, waren wir auch froh wieder nach Hause zu können.
Und jetzt geht dann das geregelte Leben wieder weiter. Fange morgen/heute (Montag) wieder mit Nachtdienst an. Mal sehen wie das wird nach der längeren Pause.
Ach ja, noch etwas gibt es zu vermelden: Der Bart ist ab. Euer Det