Samstag, Oktober 27, 2007

Pongowian Autumn

Grüß Euch, Freunde!
Lange nicht gemeldet, aber war auch viel los. Liebe Freunde aus D'dorf waren zu Besuch, ebenso die Frau Gemahlin. Haben einige schöne gemeinsame Tage verlebt. Viel gewandert und dabei die herrliche Natur bewundert.
Der Pongauer Herbst, der zum Schluss sehr an den so genannten Indian Summer erinnerte, ging etwas abrupt in den Pongauer Winter über. Ca. 10 cm Schnee haben bereits gelegen. Der Nebel ist ja nichts besonderes, wenn man bedenkt, dass ich hier oft genug in den Wolken wohne. Was nicht heißt, dass hier das Wolkenkuckucksheim ist. :-)
Aber es ist zumindest eine Fotoserie wert. Die ersten drei Fotos sind Anfang September entstanden. Ein Blick von meiner Terrasse auf St. Veit. Einmal um 8:30 Uhr, dann um 10:00
und dann um 15:30 Uhr.
Aber dann, als der Besuch da war, hat die
Natur so richtig nach guter
Herbstmanier zugeschlagen. Die Liechtensteinklamm und einige Almen, so weit noch offen, abgewandert. Bild 4 zeigt die Liechtensteinklamm und die anderen Bilder den extrem bunten und schönen Pongowian Summer. Einfach nur zurück lehnen, genießen und dann mich bitte beneiden! O.k.?


War das letzte Wochenende zu einem sehr guten Fortbildungskongress in Alpbach in Tirol zum Thema "Essstörungen". Hartes Thema. Hoffe, ich kann Euch noch in einem weiteren Eintrag davon berichten. Jedenfalls war das der Zeitpunkt, als der Schnee kam. Hatte vorsichtshalber schon mal die Schneeketten eingepackt. Und war froh, dass ich noch gut am Samstag nach Hause kam, um dann gleich am Sonntag wieder zu arbeiten.

Und gestern, am österreichischen Nationalfeiertag, war dann so ziemlich alles wieder weg. Dazu wieder ein paar Fotos von meiner schönen Aussicht.

Hier zum Schluss noch der Text eines Liedes, das mir spontan von den Lippen bzw. aus dem Herzen kam, als ich das erste Mal von den Kree-Almen herab ins Großarltal kam:

Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte,
Die Du geschaffen durch Dein Allmachtswort,
Wenn ich auf alle jene Wesen achte,
Die Du regierst und nährest fort und fort.
Dann jauchzt mein Herz Dir, großer Herrscher, zu
Wie groß bist Du! Wie groß bist Du!

Gott segne Euch!

Euer Det

Montag, Oktober 08, 2007

Papst doch gut drauf?

Nachdem die bereits erwähnte Volxbibel im evangelischen Bereich umstritten ist und von einigen gutmeinenden Brüdern arg verrissen wird, meldet jetzt idea, dass der Papst dieses ganz anders sieht. Zwar will er sie nicht im katholischen Kirchengebrauch einsetzen (verständlich), aber den missionarischen Sinn, den scheint er begriffen zu haben.

Weiter so!

Auf Bayern ist halt Verlass!

Euer Det

Samstag, September 08, 2007

Wer ist Papst?

Grüß Euch Freunde!
Man kommt nicht um ihn herum. Gestern im Auto brachte mein Standard-Autoradiosender ständig nur Papst. Habe dann auf den bevorzugten Ausweichsender geschaltet. Dort habe ich es wenigstens nicht mehr verstanden. Meine derzeitige Lieblingstageszeitung titelte prompt: "Heute sind wir Papst". Sollen sie. Mir geht es da eher wie Petrus, der war auch nie Papst. Und der heutige Titel war sehr zweideutig, wenn man bedenkt wer in der Sintflut und wer in der Arche war.
Der absolute Aufreger für mich war aber die Rede vom Papst am Nachmittag in Wien. Da fragt man sich doch, ob er sich nicht lieber sein Studiengeld fürs Theologie-Studium zurück zahlen lassen sollte. So die Bibel zu zitieren und dann krusestes katholisches Denken und Marienkult damit zu verbinden, grenzt für mich schon an Gotteslästerung. Ich habe die Rede unter obigem Link für Euch aufbereitet (sofern Ihr interessiert seit) und Anmerkungen zugefügt. Starker Tobak.
Auch heute auf Station (Dienst von 7:00 bis 20:00 Uhr) kam man nicht um den Papst herum. Der Riesenflachbildschirm im Aufenthaltsraum sprudelte den ganzen Vormittag bis nach dem Essen Papamania. Versöhnlich für mich war nur sein Schuldbekenntnis: "Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken!". Wer erteilt eigentlich dem Papst die Absolution?
Für die, die jetzt denken "Muss der Det denn immer alles nur negativ sehen?" hier auch noch etwas Positives. In Punkto Position zur Fristenlösung bzw. Abtreibungen sind wir beide ja einer Meinung. Das hat er dann abends den Politikern mitgeteilt.
Führt Euch Gott
Euer Det

Donnerstag, September 06, 2007

Der Papst trägt Prada

Liebe Freunde!
Hier also mein derzeitiges Lieblingsplakat. Für mich mal wieder ein echter Aufreger. Was ist in ihn gefahren? Was ist mit den Vatikanern los? Hat er Berater aus der amerikanischen Fernsehprediger-Szene? Oder gar einen von Benny Hinn? Kann man demnächst einen Ablass per Kreditkarte oder web.cent bezahlen? Was verdient der Vatikan an den SMSen? Muss der Papst damit seine roten Prada-Potschn bezahlen? Fragen über Fragen werfen sich auf.
Und dann noch der Hinweis in den Medien: "Gläubige können auch über weite Distanzen am Papstbesuch persönlich teilhaben". Wie wird hier unterschieden? Nur in Gläubige und Ungläubige? Kommt mir irgendwie bekannt vor. Oder wird unterschieden zwischen Richtigglaubenden und Falschglaubenden? Schließlich ist ja laut Benedikt XVI nur die Katholische Kirche eine richtige Kirche. Oder auch der Hinweis "Ganz Österreich freut sich auf den Papst!" Ganz Österreich? Hilft Zaubertrank?
Heute kam die Meldung, der Papst sei heiser. Vielleicht kommt er ja doch nicht, bleibt auf seinem Thron im Vatikan sitzen und smst.
Zumindest braucht er nicht wie einst Janis singen "Oh Lord, want you buy me a Mercedes-Benz", er hat ja 60 Papamobile.
Also heißt es für mich die nächsten drei Tage "Augen und Ohren zu und durch!"
Na denn
Euer Det

Ös hod gschneibt

Griaß Aich,
komme heut in der Früh vom Nachtdienst (die ganze Nacht wars schon eiskalt, aber haben uns warm gearbeitet) und sehe die Berge sind weiß. Und je höher ich kam, desto mehr wurde aus Regen Schnee. Oben warens tatsächlich dicke Flocken. Blieb allerdings nicht liegen. Und das ist gut so! Is ja halt doch noch a bisserl früh im Jahr, gö. Hatte dann heute frei und bin am Nachmittag mit vier netten Kolleginnen auf eine Alm gewandert. Im strömenden Regen. War trotzdem guat. Bei Almkräutertee und a Brettljausn ließ sichs gemiatlich reden. Die Almwirtin hat uns noch a Schlüsselblumenschnapserl aufn Weg mitgebm und dann gings wieder oba.
Habe eben noch ein Entspannungsbad genossen und mach mich jetzt ins Bett. Ich hoffe, dass ich morgen dazu komme Euch mein derzeitiges Lieblingsplakat zu präsentieren. Seids gespannt.
Pfiat Euch
Det

Montag, August 13, 2007

Sommerlöcher

Hallo Freunde,
habe gerade festgestellt, dass es schon wieder fast ein ganzer Monat hin ist seit dem letzten Eintrag. Was mir in den letzten Wochen durch den Kopf gegangen ist, sind die diversen Sommerlöcher. Gewiss, meine fehlenden Einträge sind auch so ein Sommerloch. Aber der Unterschied von Deutschland zu Österreich ist mir mal wieder aufgefallen. Tut mir ja wirklich leid, aber ich muss mich wiederholen: Österreich ist ein saugeiles Land.
Ich möchte mich jetzt gar nicht darin ergehen, die Füllungen des deutschen Sommerloches zu ergründen. War was Positives dabei? Aber hier gehts gut ab. Außer dass die Spitzenpolitiker durchs Land radeln, ergehen sich die Leute aus der zweiten Reihe in Gedankengängen, auf die man in DE vergeblichen warten wird.
Nicht nur, dass man hier Arbeit bekommt. Nein, die wird auch noch gut bezahlt und mit wesentlich weniger Abzügen versehen. Na ja, und von den automatischen jährlichen Gehaltserhöhungen von ca. 2,8% und dem 13. + 14. Gehalt habe ich euch ja erzählt. Aber jetzt kommts: Der Sozialminister (SPÖ) denkt im Sommerloch mal laut nach und meint bei der nächsten Tariferhöhung müssten schon mindestens 4% drinliegen. Darauf hin will sich die ÖVP natürlich nicht lumpen lassen und schiesst nach. Irgendein Politiker von denen äußert sich, dass ein 15. Gehalt eigentlich dringend nötig sei.
Dass das nur Luftblasen aus dem Sommerloch sind ist mir klar, aber darauf muss man erst mal kommen.
Euer Det

Sonntag, Juli 15, 2007

Wieder im Land

Grüß Euch, Freunde,
bin seit Donnerstag also wieder im Land (AT), nach dem ich vom Urlaub (GR) noch einen Zwischenstopp zu Hause (DE) gemacht habe. War schon etwas eigenartig, nach fast vier Wochen wieder hier in Österreich anzukommen. Hatte erst mal wieder einen Touristenblick. Gab sich aber schnell. Dann das nächste Aufmerken bei den lokalen Wetternachrichten: "Guten Abend, morgen ist kein Wedelwetter, die Schneefallgrenze hat sich auf 2000 m zurück gezogen." Und das nach so einem heißen Urlaub. Aber das hat sich ja nun geändert. Auch hier waren heute 35 Grad. Angenehm nach den 40 bis 50 Grad auf Rhodos.
Wie war nun der Urlaub? Im Großen und Ganzen schön, erholsam und angenehm. Hotel und drumherum war sehr gut. Das Hotel war zwar groß, aber überschaubar. Alles sauber und das Personal größtenteils sehr freundlich. Sehr positiv war auch, dass im Zimmer ein leerer Kühlschrank war, den man mit eigenen Getränken bestücken konnte ohne dass es Probleme gab. Ungewohnt aber witzig war das Animationsprogramm. Trotz Hitze sind wir wandern gegangen und die Inselrundfahrt hatten wir ausgerechnet am heißesten Tag, an dem bis zu 50 Grad waren, gebucht. Haben zwar alles gut durchgestanden, aber im Hotel angekommen war zumindest ich fix und fertig. Die Klimaanlage im Zimmer hats nicht mehr geschafft und ich war so überhitzt, dass ich trotz Abkühlung im Pool noch so erwärmt war, dass ich mir abends Wadenwickel gemacht habe. Die Insel soll zwar die grünste griechische Insel sein, mir kam aber von Pflanzen bis Hund und Katz alles grau belegt vor. Drei mal waren wir in Rhodos Stadt und haben uns die alten Stadtmauern angeschaut. Sehr sehenswert, da alles noch gut erhalten. Auch die alten Häuser sind noch vorhanden, teilweise renoviert, teilweise stark renovierungsbedürftig. Aber auch sehr auf Touristen ausgerichtet. Alles ein großer Bazar. Einmal einen Ausflug zu einer Nachbarinsel unternommen. War auch heiß, aber nicht so wie bei der Rundfahrt. Die ganze Insel surrte von den Zykladen (große Grillen) in den Bäumen. Auf der schon erwähnten Insel-Rundfahrt war eine alte Kreuzfahrer-Burg zu sehen, die ebenfalls gut erhalten war und einen sehr schönen Eindruck vom damaligen Leben vermittelte. Sonst konnte man halt noch die griechische Schnaps- und Honigproduktion bewundern oder sehen, wie sich Einheimische über die Massen von Touristen wundern. Nach jedem Ausflug war man wieder froh in den kühlen Pool einzutauchen. Nachmittags hatten sich dann auch schon die Liegenreservierer verzogen. Komisch, angeblich soll das ja eine Unart der Deutschen sein, die sich schon morgens die Liegen am Pool reservieren. Im Hotel waren zwar nur ca. 10 % Deutsche, aber 100 % Liegen waren reserviert. Das war ein Punkt, der mich nervte. Und das man ständig irgendwelche Leute um sich herum hatte. Als die zwei Wochen dann rum waren, waren wir auch froh wieder nach Hause zu können.
Und jetzt geht dann das geregelte Leben wieder weiter. Fange morgen/heute (Montag) wieder mit Nachtdienst an. Mal sehen wie das wird nach der längeren Pause.
Ach ja, noch etwas gibt es zu vermelden: Der Bart ist ab. Euer Det

Sonntag, Juni 24, 2007

Kalimera

Liebe Freunde,
einen kurzen Gruss aus dem heissen Rhodos. Sind hier gut angekommen und geniessen unseren Urlaub. Ausser stundenlangem Pennen gehts auch hier auf Wanderschaft, sind dann aber froh, wenn wir den Pool (Superteil) am Hotel erreicht haben. Auch der Strand ist sehr respektabel. Heute in Rhodos-City gewesen und alte Steine angeschaut. Fotos kommen spaeter, da hier am Hotel-PC kein Schacht fuer die Karte. Ansonsten viel heiss (heute 41 Grad vom Kollegen Celsius), aber wir schaffen unser Minimum von drei Liter Fluessigkeit locker. Mittwoch gehts auf Inselrundreise. Unter anderem ein Ort, an dem vorgestern die 50-Grad-Marke geknackt wurde.
Na denn, gut Schluck
Euer Det

Sonntag, Juni 17, 2007

Liebe Freunde, hier eine Nachricht von idea, die ich gerne an Euch weiter gebe. Danken wir Gott für mutige Menschen, die sich trauen Klartext zu reden.

Huber fordert Freiheit für Christen in islamischen Staaten

P o t s d a m (idea) – Religionsfreiheit in islamisch geprägten Staaten hat der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), angemahnt. Dazu gehöre auch das individuelle Recht, die Religion zu wechseln. Gerade dies sei aber in Staaten wie der Türkei und Saudi-Arabien nicht gegeben, kritisierte Huber am 16. Juni auf der Bundestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU in Potsdam.
Nach seinen Worten wäre der Bau von Moscheen in Deutschland einfacher zu ertragen, wenn Christen ihren Glauben auch in Saudi-Arabien frei leben könnten. Der Ratsvorsitzende plädierte dafür, im Dialog mit anderen Religionen die Unterschiede zu benennen. „Wer soll zum Beispiel die Frage nach der Gleichberechtigung von Mann und Frau im Islam stellen, wenn nicht wir Christen?“ Streit sei Ausdruck eines Dialogs selbstbewusster Partner. Gegenteilige Äußerungen des Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Reinhard Höppner (Magdeburg), habe er mit Unverständnis gehört. Höppner hatte erklärt, die Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens werde untergraben, wenn Christen ihre Unterschiede im Streit austrügen, statt ihre Gemeinsamkeiten fröhlich zu leben. Zum Toleranz-Begriff sagte Huber: „Tolerant kann nur sein, wer in einer eigenen Glaubensbasis beheimatet ist.“ Wer hingegen religiöse Überzeugungen mit Gewalt durchsetzen wolle, sei intolerant und verdiene auch keine Toleranz.

Ende der Nachricht

Es gibt ja Leute, die behaupten, auch Jesus wäre tolerant gewesen. Aber tolerante Menschen werden selten ans Kreuz genagelt.

Führt Euch Gott
Euer Det

Dienstag, Juni 12, 2007

Schon wieder

Grüß Euch wieder ein Mal, Freunde,
wie aufmerksame Beobachter meines Blog bemerkt haben, sind rechts an der Seite ein bis zwei Anzeigen. Die oben gilt eigentlich nicht, aber ich bekomme sie nicht mehr weg ohne dieses wertvolle Layout zu zerstören. Für die Inhalte und Verweise der Anzeigen bin ich nicht verantwortlich sondern Google. Kann also passieren, dass dort mal was auftaucht, was mir oder uns gar nicht so in den Kram passt. So wie gestern eine Anzeige der „…kirche“. Habe das dann in den Filter eingegeben und hoffe, dass sie damit nicht mehr als Anzeige erscheint. Kann aber für nichts garantieren, da ich auch nicht jeden Tag meinen Blog bewundere. Ist natürlich interessant, dass mein Blog unter anderem mit Anzeigen aus dem christlichen bzw. religiösen Spektrum versorgt wird. Die Suche nach Schlagwörtern etc. scheint also zu funktionieren. Gestern war dann noch eine Anzeige von einem Christshop. Tja, liebe Dietzlers, das kann schon mal vorkommen. Aber wer mich kennt, weiß ja, dass ich meine Bücher etc. in der „Christlichen Bücherstube read+meet“ kaufe.
Was gibt’s noch Neues? Unsere liebe Paris Hilton scheint sich zu läutern! Ich hatte ja schon befürchtet, dass ich sie weiterhin nicht einfach ignorieren kann. In der Zeitung vom Sonntag war noch ein Kommentar von einer Frau, die schrieb, dass es sinnvoller sei, Paris Hilton nicht 23 Tage in den Häfen zu stecken sondern 23 Tage Sozialarbeit machen zu lassen. Der Kommentar endete mit dem Satz: „Paris Hilton gehört nicht ins Gefängnis sondern in die Realität“. Sehr nobel gedacht.
Dass sie dort wohl trotz Knast angekommen ist melden die heutigen Nachrichten (Zitate aus Österreich von heute). Sie rief aus dem Gefängnis in einer TV-Show an und teilte mit: „Ich fühlte mich wie im Käfig!“. Sehr realistisch bemerkt. Und dann fügte sie noch hinzu: „Ich bin nicht mehr dieselbe Person, die ich einmal war. . . . Ich möchte andere Sachen machen, wenn ich wieder aus dem Gefängnis bin.“ Und dann der Gipfel der Selbsterkenntnis: „Ich habe mich oft oberflächlich benommen. Das war ein Verhalten, das nun nicht länger angebracht ist. … Ich möchte so kein Vorbild für Mädchen sein, die mich bewundern. Mit 26 Jahren ist die Zeit gekommen, mich zu ändern. Ich bin viel gläubiger geworden. Gott hat mir diese neue Chance gegeben. … habe ich mich indirekt selbst ins Gefängnis gebracht. Gott hat mich dadurch befreit. … Ich lese sehr viel. Magazine wie das Wall Street Journal und die L. A. Times, Bücher und die Bibel.“ Gut, wir wissen, wie schnell Amerikaner von Gott reden – aber es gibt Grund zur Hoffnung. Allerdings muss sie jetzt tatsächlich die Kurve kriegen oder in einen anderen Bundesstaat übersiedeln. Denn in good old California ist Gesetz, dass man bei der dritten Verurteilung zu lebenslänglicher Haft verurteilt werden kann, auch wenn das Vergehen noch so banal ist. In Kalifornien sitzen so einige lebenslang ein für eine geklaute Tafel Schokolade oder so. Und wir wissen ja, welcher Steirer dort als Gouvernator gnadenlos das Gesetz vertritt. Das hätte dann Paris Hilton (und einige von denen die einsitzen) wirklich nicht verdient.
Gott segne Paris Hilton!
Und Marilyn Manson – der muss auch noch die Kurve kriegen!
Euer Det

Montag, Juni 11, 2007

Mein Wochenrückblick

Grüß Euch, Freunde,
eigentlich sollte diese Seite gestern schon erscheinen, aber der letzte Punkt hat doch etwas länger gedauert, da ich noch ein kleines Video einbauen wollte. Das war zwar etwas verwackelt, brachte aber die Stimmung gut rüber. Allerdings nur mit Ton und der ist bei der Bearbeitung immer auf der Strecke geblieben und irgendwann war es dann zu spät und ich wollte nur noch ins Bett. Also jetzt hier und heute mein komprimierter Wochenrückblick:

Gerechtigkeit für Paris Hilton !
Damit hat man kaum gerechnet. Nicht nur, dass Justiz durch Gerechtigkeit brilliert; nein, dann auch noch die amerikanische. Unser aller Nervensäge Paris Hilton wurde nun endlich, nachdem sie ihre bedingte Haft (Bewährung) vergeudet hat, von einem Richter ohne Rücksicht auf Promistatus eingebuchtet. Nach zwei Tagen im Knast kommt sie wieder frei. Der verknackende Richter flippt aus und bringt sie unter Blitzlichtgewitter und Mami-Mami-Rufen wieder in den Knast. Dabei hat sie schon angedroht ihr Häfen-Tagebuch zu veröffentlichen und wird dafür mehrere Millionen Dollar erhalten. Warum gelingt es nicht (mich eingeschlossen) diese Spezies Menschen zu ignorieren?

Gerechtigkeit für Afrika ?
G8 ist vorbei. Viele haben viel versprochen. Einer nichts. Und damit ist er wahrscheinlich wenigstens der einzige Ehrliche. Warum gibt es keine Hoffnung für Afrika? Nur weil die Politiker untätig sind? Wer wählt sie? Nur weil unsere Wirtschaftsunternehmen so neoliberal sind? Wer konsumiert im Überfluss? Auch hier gilt: Ich muss mich einschließen? Aber was ist, wenn ich mich verweigere? Geht es Afrikanern besser, wenn ich keine Waren aus Afrika kaufe? Alles sehr kompliziert. Was also tun?
Interessant, dass Promis wie Bono oder Herbert Grönemeyer sich da stark machen und ihre Stimme erheben. Sind sie es doch, die durch Popkommerz mit zu den Spitzenreitern der Geldmaschine gehören. Aber zumindest werden sie gehört. Bin wahrlich kein Fan von Grönemeyer, aber lese heute in der Zeitung (Österreich 10.06.07, S.8) folgendes Zitat von ihm: „Ich halte von Politikern nichts. Politiker wollen sich nur mit einem schmücken. … Sich mit Politikern hinzusetzen ist für mich vergeudete Zeit.“ Gut gesagt Gröni! Habe ja letztens (2.6.) schon geschrieben, dass ich Befürchtungen habe, dass unsere Demokratie gerade von denen ausgehöhlt wird, die sie angeblich schützen wollen (sollen, müssen). Und dann lese ich wieder folgendes in einem Bericht in besagter Zeitung von heute, die einen Journalisten undercover in den „Schwarzen Block“ eingeschleust hat: „150 Gipfelgegner setzen sich in zwei Gruppen auf die Straße, hängen sich ein, ducken die Köpfe. Ohne Vorwarnung kommt der Wasserstrahl, ganze Reihen werden in den Straßengraben gespült, immer neue Blockierer nehmen ihre Plätze ein. Niemand wehrt sich – und niemand geht freiwillig. Die Polizei versucht es mit Schlagstöcken und Tritten, reißt die Köpfe hoch, sprüht Pfefferspray direkt in die Gesichter . . .“ (S. 7). Und auf der nächsten Seite: „Ein Grüppchen Vermummter beginnt Barikaden zu bauen. Auf jeden von ihnen reden ganze Gruppen von Mädchen ein: „Keine Gewalt!“ Doch die Fünf machen weiter, fordern auf, Steine zu werfen. „Plötzlich kam uns das seltsam vor“, erzählt Thomas, der daneben stand: „Die waren mit uns per Sie!“ Ein Gipfelgegner reißt eine Maske herunter und erkennt einen Zivilpolizisten aus Bremen. . . .“ Jemand sagte heute zu mir, er glaube, dass die Gewalt politisch gewollt sei. Deutschland als Vorzeigedemokratie? Wenn die Berichte so stimmen, frage ich mich, wo wir uns von fragwürdigen Systemen in anderen Staaten (noch) unterscheiden. Auch eine Form der Globalisierung.

Gibt’s auch was Positives?
Ja klar. Heute morgen die Predigt im Gottesdienst war äußerst positiv. Oder mein Ausflug gestern nach Salzburg auch. Hatte in einem Supermarkt einen Koffer reklamiert und konnte mir eine Gutschrift abholen. Einmal in Salzburg, bin ich noch zu „meinem“ Fußballverein. War das letzte Spiel in dieser Saison und damit Meistertitel mit 103:8 Toren. Fans vom BVB Dortmund waren mit zwei Bussen angereist und selbst aus England und Italien waren Fans angereist. Leider ist es nicht so lustig allein bei einer Feier unter lauter jubelnden Fans zu sein und so bin nach dem Spiel ziemlich gleich heim.

O.k. genug (Euch zu)getextet.

Habe die Ehre!
Euer Det

Donnerstag, Juni 07, 2007

Werbung zum Boykotzen

Liebe Freunde, wie geht es Euch beim Thema Werbung? Geht sie an Euch spurlos vorüber, ist sie Euch egal, lasst Ihr Euch manchmal wider aller Vernuft doch verleiten? Ärgert Ihr Euch manchmal darüber, wenn sich Frauen in der Werbung mit Ihrer Waschmaschine unterhalten oder gar mit einem Klodeckel? Oder darüber, dass in der Werbung Frauen von Männern darüber belehrt werden müssen wie man richtig wäscht oder kocht?
Mir geht es so. So wie ich Musik nicht hören kann ohne auf den Text zu achten (daher meine Vorliebe für englischsprachige Musik - da verstehe ich so wenig), so kann ich auch nicht Werbung nebenbei sehen oder hören. Am besten wäre zwar abschalten, aber das geht ja auch nicht immer, da die Werbung immer penetranter wird. Maßlos aufregen kann ich mich auch, wenn ich lese oder höre, was manche Stars für Ihre Werbung bezahlt kriegen. Da bleiben einem die Gummibärchen im Halse stecken, oder man kauft sie erst gar nicht.
Wenn es ganz derbe kommt, reagiere ich so gar darauf, in dem ich mich direkt an die Firma wende. So habe ich vor Jahren mal an ein Versandhaus einen Geburtstagsgruß zurück gesandt, weil sie mir meinten einen Gefallen zu tun, in dem sie mir ein Horoskop zum Geburtstag schickten. Heute habe ich eine Mail an ESKIMO gessandt. Für die eingefleischten Norddeutschen: ESKIMO ist die Eismarke, die in Deutschland LANGNESE heißt. Und die haben hier in Österreich zur Zeit eine Kampagne für ihr "Magnum" laufen unter dem Slogan "Ich bete es an". Da wird mir echt schlecht. Habe ihnen also gemailt, dass mich dieser Slogan sehr stört, da Gott will, dass wir nur IHN anbeten. Und dann habe ich ihnen noch mitgeteilt, dass ich für dieses Jahr Eis der Marke ESKIMO meiden werde.
Bin gespannt, wie die Reaktion sein wird. Halte Euch auf dem Laufenden. Hat LANGNESE in Deutschland eigentlich die gleiche Kampagne laufen?
Bleibt cool
Euer Det

Sonntag, Juni 03, 2007

Update

Hallo Freunde,
wie gestern versprochen, will ich hier berichten, was in den letzten Wochen bzw. Monaten bei mir so lief. In der Zwischenzeit war ich ja nun mittlerweile schon zwei mal in DE. Einige habe ich dort getroffen. Unsere alte Hausgemeinde zu treffen ist immer wieder erfrischend. Ein Highlight war auch der Besuch unserer Bluesgarage. Eine aktuelle Formation der 70er-Band MAN trat nach einer Autorenlesung des Rock-Urgesteins Fritz Rau auf, der über seine Treffen mit Größen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin oder den Rolling Stones berichtete.
Auch wenn ich mich hier in AT sehr wohl und vor allem heimisch fühle, ist es auch schön den Zweitwohnsitz bzw. zweiten Erstwohnsitz zu besuchen. Allerdings muss ich bei fast jedem Besuch einige Nahrungs-Dinge erledigen, die hier in AT leider nicht zu finden sind. Wenn ich ankomme erst mal Brötchen holen, denn bei aller Wertschätzung können die österreichischen Semmeln den heimischen Brötchen nicht das Wasser bzw. die Krume reichen. Ebenso vermisse ich das Thüringer Mett. Sich rohes Fleisch aufs Brot zu legen ist für die meisten Österreicher ein Graus. Mett (Faschiertes) gibt es hier nur zum Braten. Außerdem gibt es hier keine Curry-Wurst. Es gibt zwar an einigen Stellen sogenannte Curry-Würste, aber dahinter verbergen sich Krainer (Krakauer) oder Bratweißwürste, die sich mit Ketchup und Curry tarnen. Und auch die gewohnten Bratwürste oder den guten alten McRip gibts hier nicht.
Dieses wird aber alles ausgeglichen durch die herrliche Umgebung, die ich immer wieder genießen kann und die sich auch während meines letzten Nachtdienstes in faszinierender Weise beim Blick aus dem Stationszimmer zeigte. Momente, in denen man sich nicht nur freut, dass man Arbeit hat, sondern erkennt, dass es ein besonderes Vorrecht ist hier arbeiten zu können. Das fängt beim Arbeitgeber bzw. beim Arbeitsplatz an, weil es einen schon mit Stolz erfüllt, wenn in der heimischen Presse oder im TV so positiv über das Krankenhaus berichtet wird. Und es geht weiter, wenn einem bewusst wird, welcher hoher Freizeitwert in dieser Umgebung liegt. An freien Tagen einfach mal zu Fuß oder mit Fahrrad (wenn heil) auf den Berg. Heute in Bad Hofgastein zum GoDi gewesen (da hier nur alle zwei Wochen) und anschließend mal eben auf den Berg und dort im Sonnenschein Zeitung gelesen und dann beim Posauner-Wirt eingekehrt. Dabei wurde es mir dann wieder klar, wie gut ich es habe. Aber das muss auch sein, sonst wär das Alleinsein nicht auszuhalten. Hatte gerade Besuch von der Frau Gemahlin und anschließend von Frau Tochter und Enkelkind. Als ich dann wieder allein war, kam es schon komisch rüber. Dann tut der Trost der Berge gut, auch wenn sie gerade von Regenwolken verhangen waren.
Dafür war der April ja um so besser. Man musste aufpassen, dass man bei all der Blütenpracht und den Wandermöglichkeiten nicht zum Fan des Klimawandels wird. Einen Supertag habe ich mit drei Kollegen verbracht. Wir haben uns einen Männertag gegönnt und sind mal eben zum Maitre nach Zürich gefahren. Hatte vorher in der Werbung das Gedöns um ihren Goldhasen gar nicht verstanden, aber als ich dann vor der Farik lauter Hasen sah und auch goldene Smarts mit Hasenohren rum standen, war mir schon klar, dass das für sie ein Kultgegenstand sein muss. Dann war hier jetzt über Pfingsten in Golling ein traditionelles Biker-Treffen, das ich mir mit Gemahlin anschauen wollte (musste). Bier und Schnitzelsemmel haben ja geschmeckt, aber was die Biker da so von sich gaben, war nicht alles nach unserem Geschmack. Potenzgeprotze mit Abgasen und Gummiabrieb sowie T-Shirts mit dummen und dümmsten Sprüchen verzierten Bäuche in jeder Größenordnung. Im Bild rechts der Träger des Spruchs "Wir sind zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen". Worauf, bitte schön, sind manche Leute stolz? Am intelligentesten war noch "Ich bin nichts. Ich kann nichts. Gebt mir eine Uniform". Andere Sprüche sind hier nicht zitierungsfähig. Aber wenigstens war außer den Speisen die Musik noch gut.
So, Ihr Lieben, das war das, was bei mir außer Arbeit in der letzten Zeit so lief. Jetzt ist so weit alles berichtet und ich hoffe, dass ich dadurch schneller mal wieder zum Schreiben komme.
Gute Nacht Freunde.
Euer Det

Samstag, Juni 02, 2007

Gedanken zum Tag - Gedenken zum Tag

Hallo Freunde,
hoffe, dass ich morgen genug Zeit und Muße habe, einen Rückblick über die vergangenen Wochen, in denen ich mich nicht gemeldet habe, zu geben. Heute, kurz vor Tagesschluss, nur so viel von dem, was mich heute gedanklich beschäftigt hat.
Wenn man Zeitung liest oder Nachrichten schaut, wird einem schon wieder bang. Ängste um den demokratischen Weiterbestand unseres Heimatlandes drängen sich auf. Seriöse Sendungen von seriösen Sendern bringen Berichte, die einem den Magen verknoten. In den Nachrichten wird über Demos berichtet, die an Massivität Erinnerungen hervorrufen. Erinnerungen, die um so makaberer sind, da genau heute vor 40 Jahren Benno Ohnesorge ermordet wurde. Dieser Tag ist mir immer noch genau im Bewusstsein. Ich weiß noch wo ich war und mit wem ich zusammen war, als ich 17jährig das Vertrauen in den deutschen Rechtsstaat verloren habe. Zur weiteren Info noch einen Zeitungsartikel und den Link auf einen weltlichen Hoffnungsträger.
Gute Nacht
Det

Samstag, Mai 19, 2007

Bild und Botschaft

Liebe Freunde,
noch mal 'n Ami. Was geht in einem Kopf vor, der so ein Bild mit so einer Botschaft verbindet. Oder umgekehrt.
Gut, dass sie beim segnen nicht noch die Arme ausbreitet.
Britney und Paris ersparen uns aber auch gar nichts.
Det
PS(01.06.07): Der Text wurde mittlerweile geändert. Und die Homepage bringt's nicht. Deshalb habe ich die Verlinkung entfernt.
det

Ohne Kommentar

Der Kaderschmied der Konservativen in den USA
19.05.2007 Thomas J. Spang Lynchburg (SN).
Jerry Falwell hatte bis zu seinem Tod großen Einfluss auf die „Moral Majority“ – Er trug viel zu den Wahlsiegen der Bushs bei
Thomas J. Spang Lynchburg (SN). Die einen liebten ihn. Die anderen hassten ihn. Der Fundamentalisten-Prediger Jerry Falwell war eine höchst kontroverse Persönlichkeit mit großen Einfluss auf die konservative Bewegung in den USA. Am Dienstag erlag der Gründer der „Moral Majority“ im Alter von 73 Jahren einem Herzleiden. Der Prediger mit der dröhnenden Stimme ging keinem Streit aus dem Weg. Er zettelte Auseinandersetzungen an. Ein paar Tage nach dem 11. September 2001 offenbarte Falwell der geschockten Nation, der Terror sei die Antwort Gottes auf Homosexualität, Feminismus, Abtreibungen und linke Gruppen in Amerika. Mit Bemerkungen wie diesen provozierte er Empörung, mit anderen Äußerungen wurde er zur Lachnummer. Da verdächtigte der baptistische Doktor der Theologie den knuddeligen „Tinky Winky“ aus der Kinderserie „Teletubbies“, er sei ein Agent der schwulen „Internationalen“, weil der Fernsehliebling mit dem Dreieck über dem Kopf pink daherkommt und manchmal eine Handtasche trägt. So viel Spaß hatten die Komödianten und Satiriker selten. Doch Jerry Falwell war ein anderes Kaliber als die Karikatur, zu der ihn seine Gegner gerne reduzierten. Ein durchaus gescheiter Mann, der die heutige politische Landschaft wie kaum ein Zweiter zu formen vermochte. Weder das Phänomen George W. Bush noch die Durchdringung der republikanischen Basis mit christlichen Fundamentalisten wären ohne den Boden möglich gewesen, den der Prediger und seine Mitstreiter bereitet haben. Als Gründer der „Moral Majority“ weckte er die christliche Rechte 1979 aus ihrem politischen Tiefschlaf. Er mobilisierte Anhänger gegen ein wichtiges Grundsatzurteil in der Abtreibungsfrage mit dem Abtreibungsurteil. „Falwell hat erkannt, dass er um Themen wie Abtreibung und Homosexualität ein politisches Bündnis zwischen konservativen Christen aus verschiedenen Lagern schmieden kann, die sich theologisch sonst weder über die Bibel noch den lieben Gott verständigen können“, sagt Religionsexperte John Green von der Universität Akorn. „Das war wirklich innovativ.“ Denn über diesen Weg verschaffte der Baptist den Republikanern wichtige „Fußtruppen“, die zuerst Ronald Reagan, dann Bush senior und schließlich Bush junior zwei Mal ins Weiße Haus verhalfen. Der 1933 geborene Sohn eines Atheisten erwies sich als Kirchenführer innovativ. Falwell übertrug seine Gottesdienste als „Old Time Gospel Hour“ im Fernsehen und zählt damit zu den Pionieren der Teleevangelisten. In wenigen Jahren formte er aus der „Thomas Road Baptist Church“, die er 1956 in Lynchburg (Virginia) gründete. Unweit von hier entstand ein baptistisches Seminar, das sich „Liberty University“ nennt. Dort lehrte Falwell seine 7700 Studenten die wortwörtliche Auslegung der Bibel und brachte ihnen den Kampf gegen den moralischen Verfall der Gesellschaft bei. Weniger für ihre akademischen Leistungen bekannt, als für die reine ideologische Lehre, dient die Kaderschmiede der Fundis heute als Rekrutierungsreservoir der Bush-Administration und aller möglichen konservativen Organisationen.
Quelle: Salzburger Nachrichten vom 19.5.07

Sonntag, März 25, 2007

Sonntagsgruß

Gott zum Gruße, liebe Freunde,
die Woche neigt sich, der Sonntag auch, der Schnee, der noch mal gefallen ist, schmilzt dahin und die Uhren sind auf Sommerzeit eingestellt. Was gibt es also sonst noch so zu berichten?
Die letzten Wochenenden wieder gearbeitet. War teilweise antrengend, teilweise auch echt lustig. Will allerdings aus Datenschutzgründen nicht näher drauf eingehen. Einige wissen ja doch mittlerweile wo ich arbeite (die Adressaten wissen es sowieso, aber das Internet ist ja nun reichlich öffentlich). Das Outing wird immer umfangreicher. Und der Fankreis auch. Nicht nur, dass die lieben Verwandten und Freunde daheim auf Nachrichten warten, nein auch im Kollegenkreis scheint echtes Interesse vorhanden zu sein. Ein Kollege teilte mir mit, dass er meine aktuellen Tagebucheinträge auf meiner Homepage vermisst. Da konnte ich nicht anders - ich habe ihm die Adresse von diesem Blog genannt.
Dann eben noch zum Gottesdienst in St. Johann gewesen. Sehr gute Predigt mal wieder. Es ging um Gerechtigkeit (heute ist ja Sonntag "Judica"). Der Tenor war in etwa folgender: Wessen Gerechtigkeit suchen wir? Unsere eigene? Dann kommen wir schnell an unsere Grenzen und bedrängen eventuell uns und andere. Die Gerechtigkeit anderer? Dann kommen wir in Abhängigkeit und suchen denen zu gefallen. Also suchen wir am besten Gottes Gerechtigkeit. Das schützt vor Abhängigkeit von anderen und vor Abhängigkeit von unserem Versagen. Und außerdem: Unser Versagen und unsere Unfähigkeiten sind am Kreuz von Golgatha und der Auferstandene ist unsere Gerechtigkeit. Erlösung pur. Boah ey! War mal wieder eine Bestätigung, dass ich in der richtigen Gemeinde gelandet bin. Und von anderen Menschen abhängig sein will ich so wie so nicht. Erinnert mich an den Slogan auf dem Volxbibel-Cover. Und auch daran, dass ich mit meinen Entscheidungen der letzten Monate richtig gelegen habe. Soli Deo Gloria.
Euer Det

Sonntag, März 11, 2007

Patriotismusdebatte

Grüß Euch,
wieder eine Woche um. Dieses Tagebuch wird mehr und mehr ein Wochenendbuch. Aber die vergangene Woche bestand wieder aus vier Nachtdiensten, da läuft außer Arbeiten, Schlafen und Essen nicht viel. Und meine Blogs immer im Dienst zu schreiben habe ich Skrupel.
Was hat sich hier also in der letzten Woche getan außer dass der Benzinpreis wieder über die 1-Euro-Marke gerutscht ist ;-)
Ich habe nach relativ frustrierender Skype-Telefoniererei eine Möglichkeit gefunden, kostenlos in Super-Telefon-Qualität mit meiner Gattin zu telefonieren. Einigen habe ich das spontan mitgeteilt. Allen anderen empfehle ich diesen Link unbedingt.
Gestern nach dem Nachtdienst noch einen Kurzschlaf genommen und abends zur Jahreshauptversammlung meiner Pongauer Computerfreunde gefahren. Bin tatsächlich mittlerweile in mehr österreichischen Organisationen vertreten als in deutschen, bzw. als ich evtl. jemals in deutschen Orgs war. Ich bin durch meine Berufstätigkeit hier nicht nur pflichtmäßig in einer österreichischen Krankenkasse sondern fahre ja mittlerweile auch ein in Ö gekauftes Auto mit Pongauer Kennzeichen, bin statt im ADAC im ÖAMTC, bin im Berufsverband ÖGKV, bin Mitglied im ÖGB, bei den Computerfreunden und heute im Gottesdienst offiziell mit Segnung und Handauflegung als Mitglied der Lutherischen Kirche Österreichs vorgestellt worden.
Habe letztens darüber nachgedacht, wo mein erst spät gefundener Patriotismus geblieben ist. Und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das natürlich etwas mit den Enttäuschungen zu tun hat, die ich im Zusammenhang mit meiner Berufserkrankung und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit erlebt habe. Und dass, so wie es aussieht, sich nichts zum Positiven ändert. Ein Kollege fragte mich vor ein paar Tagen warum es denn Deutschland so schlecht gehe. Ich habe ihm dann einige Dinge erzählt, wie es aktuell in deutschen Krankenhäusern aussieht (lt. Infos von zwei vertrauenswürdigen Kolleginnen im Bekanntenkreis) und auch begründet, warum es nach meiner Einschätzung so aussieht. Wobei ich die Einzelheiten jetzt nicht ausführen will um Euch und mich zu schonen. Es langt, zu betonen, dass der Kollege anschließend froh war in Österreich zu leben.
Aber das bin ich ja auch. War übrigens letztens im Salzburger Fernsehen zu sehen. Das TV war da, weil wir jetzt seit gut einem Jahr als Station im Schwarzacher Krankenhaus sind. Hier der Spot zum Anschauen, Ladezeit bei DSL etwas über eine Minute.
Bei Sabine Christiansen streiten sie sich gerade um Sterbehilfe, also um die Frage ob man noch mehr legal töten darf oder nicht.
Gute Nacht Ihr Lieben
Euer Det

Sonntag, März 04, 2007

Back again

Hallo Freunde,
bin jetzt schon wieder eine Woche im Pongau. Die Zeit zu Hause war schön, wenn auch mal wieder zu kurz. Samstag den 96sten von Schwiegermuttern gefeiert und abends natürlich nicht in die Bluesgarage geschafft - zu groggy. Sonntag eine gute Zeit mit den Geschwistern aus der Hauskirche verbracht und Montag wieder zurück. In Salzburg noch zum Hörgeräte-Akustiker (bin ja seit ca. einem Jahr mit Hörhilfe ausgerüstet) und ein neues Hörgerät ausgetestet, bin ganz begeistert.
Dann von Dienstag bis Freitag gearbeitet. Wollte dann Freitag nach Salzburg ins Rockhaus, aber auch wieder zu groggy. Und allein machts so wie so keinen Spaß. Also lieber früher ins Bett und Samstag verschärft Wohnung gereinigt und Wäsche gewaschen. Heute mit Radl nach St. Johann und mit Kollegen Billard gespielt. Sind von Pool auf eine andere Art (mit nur 9 Kugeln)umgestiegen. Beim Pool-Billard habe ich immer verloren, aber jetzt habe ich ihn 10:4 abgelascht :-)
Hatte vorm Abflug versprochen noch die aktuelle Politik zu kommentieren, aber das ist mir schon wieder vergangen. Lohnt sich kaum noch, sich aufzuregen. Der neueste Brüller allerdings ist ja, dass die Politiker von den Bürgern erwarten auf Fernreisen zu verzichten. Typisch, Verzicht wird immer von anderen erwartet. Dabei gibts gerade was den Umweltschutz betrifft interessante Meldungen von denen, die den Mund gaaaanz groß aufreißen.
Arnold Schwarzenegger, der sich ja immer wieder gern als Umweltapostel präsentiert fährt einen alten Army-Hummer. Das ist ein Geländewagen, der mindestens 24 Liter Diesel verbraucht. Und nicht nur er, jedes Familienmitglied hat einen. Toll!
Und gestern finde ich in den Nachrichten bei web.de die Medlung, dass das Haus von Al Gore, Amerikas neuester Umwelt-Heiliger, das 20fache an Energie verbraucht, was ein durchschnittliches amerikanisches Familienhaus verbraucht. Toll!
Und wie sieht es bei uns aus? Im "stern" 9/07 wird berichtet, wieviel CO2 die Dienstfahrzeuge unserer Politiker im letzten Jahr in die Umwelt gepustet haben. Und wer hat wohl am meisten gepustet? Richtig, unser Umwelt-Sigmar.
Hust, hust
Euer Det

Mittwoch, Februar 21, 2007

Fetter Abriss

Griaß Enk!
Hier also der versprochene Abriss meiner Aktionen in meiner knappen Freizeit. Außer sonntags zur Kirche zu gehen war ich letzte Woche beim Bibelkreis im Büro unserer Krankenhaus-Seelsorge. Leider hat er zum letzten Mal statt gefunden, da die leitende Schwester ins Mutterhaus nach Salzburg berufen wurde und kein anderer die Leitung übernehmen wollte.
Aber das highlight für diesen Monat (außer, dass ich morgen endlich mal wieder nach Hause komme) war der Auftritt von k.u.g.a. in der Casino Rockbar in St. Johann. War mit zwei Kolleginnen dort hin und hatten einen wirklich guten Abend. Bin so ziemlich bei allen Gigs von ihnen hier in der Nähe anwesend und die musikalische Entwicklung zu beobachten ist interessant. Bringen gute Coversongs, wie z.B. "Song 2", aber mein absoluter Favorit ist "Wickie". Wenn Ihr wollt, hier das Video davon, sind allerdings über 40 MB Download (mehr als 3 Minuten bei DSL).
Morgen dann also ab nach Hause und 96. Geburtsag der Schwiegermutter feiern und am Samstag dann mal in die Bluesgarage reinhören.
Meld' mi wonn i wiada dahoam bin
C U Det