Samstag, November 14, 2009
Schwein haben
laut Wikipedia gibt die WHO an, dass weltweit jährlich (!) eine Million Menschen an Malaria sterben, etwa die Hälfte davon sind Kinder unter 5 Jahren (!). 90 % der Erkrankten lebt auf dem afrikanischen Kontinent. 300.00. bis 500.000 Neuerkrankungen pro Jahr kommen hinzu.
Was hilft gegen eine Infektion? Ein Netz gegen Mücken! Verdient daran die Pharma-Industrie? Nein! Sind wir davon betroffen? Nein!
Laut Unicef starben im Jahr 2006 sageundschreibe 9,7 Millionen Kinder vor ihrem 5. Geburtstag zumeist an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten. Fast alle in Entwicklungsländern. Viele leiden an Durchfällen und verdursten, obwohl eine Infusionslösung für ein paar Cent helfen würde.
Lest Ihr davon etwas in den Zeitungen? Seht Ihr davon etwas im Fernsehen? Regt sich darüber jemand auf?
Wir leben ja nicht in Afrika! Uns stechen ja keine gefährlichen Mücken!
Da haben wir aber ganz schön Schwein!
Dienstag, Oktober 06, 2009
einige haben es ja schon mitbekommen. Bin seit Mitte September bei Facebook. Einige meiner netten Kolleginnen sind dort und erzählten immer davon, ich wusste aber gar nicht was das soll und was ich damit soll. Auch nach einer Demo während des Nachtdienstes und nach Lesen eines Artikels im "stern" war ich nicht schlauer. Dann konnte ich nach meinem letzten bzw. jetzt vorletzten Nachtdienst abends nicht schlafen und hab mich einfach mal dort angemeldet, mit dem Gedanken "Kannst dich ja jeder Zeit wieder abmelden".
Ich war überrascht, dass ich sofort nach Anmeldung drei Vorschläge für Freunde bekam. Meine beiden Kinder wurden mir als Freunde empfohlen :-) und ein Mitglied unserer Hauskirche! Huch, woher weiß Facebook, dass ich die kenne? Als nächstes kam die Frage, ob Facebook mein Email-Adressbuch nach Freunden durchsuchen darf. Das habe ich erlaubt und wunderte mich wer alles (von Euch) bei Facebook ist.
Aber das Schärfste ist folgendes. Habe ja nur mein Adressbuch von gmx durchsuchen lassen. Vorletzte Nacht habe ich dann per Hand einige Namen aus meinem Adressbuch bei web.de eingegeben und siehe da: Eine gute Freundin, die vor vielen Jahren heiratsmäßig in die USA ausgewandert ist, ist auch bei Facebook. Hatte sie vor einigen Jahren in Hannover getroffen und da teilte sie mir mit, dass sie nicht viel mit dem Internet machen, nur Email schreiben. Gab mir dann ihre Email-Adresse, aber da hatte sich wohl ein Fehler eingeschlichen. Als ich ihr die Fotos vom Treffen senden wollte, kam die Mail zurück. Hatte es dann noch mal über Google versucht, aber kam nichts bei raus. Ok - ich hätte ihr ja auch einen normalen Brief schreiben können, aber der wäre wahrscheinlich auch noch nicht angekommen.
So habe ich sie also kontaktiert und die Freude auf beiden Seiten ist riesengroß!
Warum schreibe ich Euch das? Weil die Freude so riesengroß ist! Und weil es ein Beleg dafür ist, dass sich manche Dinge erst bei Nutzung für einen sinnvoll erscheinen(!!!).
Und weil diese liebe Schwester mir ein Video geschickt hat, das ein gewisser Lik Yao auf Facebook eingestellt hat und nicht jeder von Euch da Zugriff hat, möchte ich Euch das nicht vorenthalten. Es ist sehr ergreifend und trägt den Titel:
To all of you who feel like giving up
Ich habe den Typen schon mal in einem Gottesdienst von "Hour Of Power" gesehen, aber dieses Video hat mich umgehauen.
Euer Det
Sonntag, Oktober 04, 2009
Nichts gelernt?
heute, bzw. gestern, kam von idea die Meldung, dass am 26.9.09 in Berlin bei einem Marsch von Lebensrechtsgruppen, die auf die jährlich ca. 250.000 Abtreibungen in Deutschland hinweisen wollten, von gegnerischen Demonstranten eine Bibel verbrannt wurde. Das geschah unweit des Bebelplatzes, auf dem 1933 die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten statt gefunden hat.
Ich will mich jetzt nicht schon wieder über die Bedrohung der Meinungsfreiheit in Deutschland auslassen, aber ich frage mich, haben einige Deutsche nichts aus der Geschichte gelernt? Müssen Christen sich alles gefallen lassen? (Meine Meinung: Irgendwie schon! Jedenfalls nicht zurück hauen.)
Mir fällt dabei der Rummel um die Inhaftierung von Roman Polanski ein. Viele andere Prominente sagen, dass das doch schon verjährt sei und fordern Freiheit für ihn. Gewiss, die Absichten einiger us-amerikanischer Staatsanwälte sind nicht grundsätzlich ehrbar, aber geht es hier eventuell auch darum, dass Sünde nicht mehr Sünde genannt werden darf? Dass einige Zeitgenossen ihr schlafendes Gewissen nicht aufgeweckt haben wollen?
Das trifft doch auch beim Thema Abtreibung zu. Zur Erinnerung: In Deutschland und Österreich dürfen behinderte Ungeborene bis einen Tag vor der Geburt legal abgetrieben werden. Wo bleibt da unser (mein) Aufschrei?
Euer Det
Sonntag, September 27, 2009
Schwarz-Gelb geht sich aus
Hallo Freunde,heute einen herrlichen Tag erlebt. Erst zum Gottesdienst, dann zum Arthurhaus am Hochkönigmassiv und dort bei strahlendem Sonnenschein wunderbar gewandert. Abends dann zum Rupertikirtag, einem Volksfest, nach Salzburg gefahren und das Abschlussfeuerwerk genossen. Unterwegs nach Salzburg Nachrichten mit Wahlergebnissen verfolgt. In Oberösterreich waren Landtagswahlen und die ÖVP hat gewonnen, wobei die SPÖ tief abgestürzt ist. Parallel dazu die erste Hochrechnung aus Deutschland, die sich mittlerweile grob bestätigt hat. Auch dort ein herber Verlust für die Sozis. Die Meldung in den österreichischen Nachrichten "Schwarz-Gelb geht sich aus", hat nicht nur wegen der landestypischen Formulierung, sondern auch inhaltlich erfreut. Gut, jetzt müssen wir wohl mit einem Herrn Westerwelle als Außenminister klar kommen, dafür ist ein Herr Steinbrück kein Finanzminister mehr.
So weit der erste spontane Ausblick. Was es sonst bringt, werden wir sehen.
Führt Euch Gott
Euer Det
Montag, September 14, 2009
Qual-O-Mat
die deutschen Politiker machen es einem nicht leicht. Aber zum Trost: Die österreichischen sind auch nicht wesentlich besser [ aber besser ;-) ].
Bin seit Monaten hin und her gerissen, wen ich zur Bundestagswahl wählen soll. Und je näher der Termin kommt, desto unsicherer wurde ich. Rot-Grün will ich auf keinen Fall wieder haben.Wenn ich FWS höre, denke ich immer das ist O-Ton Schröder, und für den kann ich mich ja heute noch schämen.
Die Radikalen, sprich Nazis und die alte SED-Seilschaft, sind sowieso für mich nicht wählbar. Eigentlich auch nicht denkbar, wenn sie nicht so gefährlich wären, dass sie einen nötigen unbedingt zu wählen, damit ihre Stimmenanteile kleiner geraten.
Habe mich auch mit dem Gedanken getragen mal ungültig zu wählen, aber trotz Politikerverdrossenheit kann ich mich nicht dazu durchringen.
Protestparteien sind auch so eine Sache. Außer wenn Horst Schlämmer tatsächlich antreten würde.Habe selbst mit dem Gedanken gespielt FDP zu wählen, obwohl bislang meine "zwei Dinge im Leben auf die ich Stolz bin" waren, noch nie Geld für die BILD-Zeitung ausgegeben und noch nie FDP gewählt zu haben. Aber wenn ich mir Guido Westerwelle als Außenminister vorstelle - nee, das muss Deutschland nicht haben.
So habe ich als fleißiger Zuseher des ZDF-Morgenmazins letztens den Wahl-O-Maten angeklickt. Ralle hat ihn in seinem Blog ja auch empfohlen. Das Ergebnis war erstaunlich typisch: Die meiste Übereinstimmung habe ich (laut Wahl-O-Mat) mit der PBC, aber die kann ich gar nicht ankreuzeln. Dann mit der ÖDP, kann ich zwar ankeuzeln, aber kandidiert nur in acht Bundesländern; gefolgt von Zentrumspartei und Christlicher Mitte, die ebenfalls nicht auf meinem Wahlschein stehen. Dann kam die CDU, dann die SPD und vor der FDP kam noch die Piratenpartei. Das war deutlich.
Heute kamen meine Briefwahlunterlagen an. Habe sie gleich ausgefüllt und ab in den Briefkasten. Damit die Qual ein Ende hat.
Euer Det
Donnerstag, September 10, 2009
Mittwoch, September 02, 2009
Voll die Bekehrung
dass sich Nina Hagen hat taufen lassen, hat man ja in den Medien mitbekommen. Habe zwar gehofft, dass sie es ernst meint, war aber skeptisch. Auf Don Ralfos Seite habe ich dann den Link zu ihrer Seite gefunden - und ich muss sagen, ich bin begeistert. Hier der Link zu ihrer Seite:
http://www.beepworld.de/members77/ninahagendas/
Unbedingt anklicken! Sie hat mich ja schon immer fasziniert mit ihrer skurillen Abgedrehtheit. Aber jetzt fasziniert sie mich noch mehr. Das Reich Gottes hat eine neue prominente Bewohnerin! Beten wir, dass sie dran bleibt und auch der Medienhäme widerstehen kann, die mit Sicherheit auf sie zu kommen wird, sollte sie jetzt nicht gar von den Medien ins Abseits gestellt werden. Aber lässt sie sich ins Abseits stellen? Sicher nicht.
Gruß Det
Donnerstag, Juli 23, 2009
Wetterbericht
Hallo Freunde,keine Angst - Dets Diary entwickelt sich nicht zur Wetterseite, aber das muss ich einfach mitteilen nachdem hier am letzten Wochenende Schnee auf dem Berg lag.
Ich weiß, bei Euch ist das Wetter heute nicht so prall gewesen. Aber nachdem mein Thermometer gestern bei 33,1 Grad Celsius stehen geblieben ist, hat es heute tatsächlich 36 Grad errreicht. Der wärmste Ort Österreichs war in Niederösterreich mit 37,9 Grad. Auf dem Berg gegenüber ist natürlich nichts mehr vom Schnee zu sehen.
Nachdem es hier also so heiß war, habe ich meinem Blog gleich mal ein cooles neues Aussehen verpasst. Habe auch noch einige neue Links hinzugefügt. Zum Anklicken empfohlen!
Apropos Empfehlung: Wer gern in der Nacht von Samstag auf Sonntag gute Musik hören möchte, der sollte ab 0:05 Uhr auf WDR den Rockpalast anschauen. Scheint sich zu lohnen.
Bis denn
Euer Det
Sonntag, Juli 19, 2009
Julischnee
Hallo Freunde,habe gerade Nachtdienst. Das Wetter, hier wie auch bei Euch, ist nicht so prall. Nach zwei warmen Tagen hat es sich wieder abgekühlt. Und heute morgen gegen 7 Uhr den Blick aus unserem Stationsfenster habe ich für Euch festgehalten.
Eine Kollegin aus Bad Hofgastein berichtete, dass ihre Tochter, die im Nationalparkzentrum arbeitet, jetzt von einer deutschen Touristin gefragt wurde, was denn das weiße oben auf dem Berg sei, ob das Salzrückstände seien. :-)

Die Frage hat eine ähnliche Qualität wie die, ob braune Kühe Kakao geben.
Also, es hat wirklich seit gestern Schnee auf dem Berg gegenüber. Als weiteren Beleg dafür noch ein Blick auf meinen Hausberg.
Habt Euch wohl, ich muss dann mal wieder los zum Nachtdienst
Euer Det
Montag, Juni 08, 2009
Wahl-Sieger
gestern auch Wählen gewesen? Oder europaverdrossen? Haben ja mal wieder fast alle gewonnen - o.k. bis auf die Sozis. Die konnten beim besten Willen nichts mehr schön reden. Weder bei Euch in D, noch hier in A.
Ich bekam vor einigen Wochen Post vom österreichischen Innenministerium und sollte mich festlegen, ob ich hier oder in Deutschland wählen will. Da ich mich fast schon in der österreichischen Politik besser auskenne als in der deutschen und als Quasisowiesoschonfastösterreicher mein Herzblut hier habe, habe ich mich entschlossen, hier mein Kreuzerl zu machen. Der nächste Gedanke war auch, dass ich in Deutschland einer von 64,3 Millionen bin, hier aber einer von nur 6,3 Millionen. Hier hat meine Stimme also das 10fache Gewicht!
Ein Motiv unbedingt an Wahlen teilzunehmen ist bei mir auch immer, die Stimmen der radikalen Parteien gering zu halten. Und auch das ist hier notwendiger als in D, wo die Radikalen, abgesehen von den Linken, zumindest parlamentarisch in der Bedeutungslosigkeit landen.
Apropos, komme am Donnerstag in St. Johann aus einem Geschäft und gehe über den Marktplatz, ist dort ein Podium aufgebaut und der EU-Kandidat der FPÖ spricht. Kurze Zeit darauf dann der Parteiobmann H.C.Strache, der sich selbst gern auch als HChé StraChé bezeichnet. Warum ist unklar, aber einen verschobenen Bezug zur Geschichte scheint er allemal zu haben, hat er doch unlängst im Wahlkampf ein Kreuz nach oben gehalten um das "christliche Abendland" zu retten. Ein Slogan der FPÖ war "Abendland in Christenhand". Ähnlich platt war dann auch seine Rede. Purer Populismus gespickt mit Angstmache und Verschwörungstheorien. Außerdem kam immer wieder durch, dass er zu der Sorte von Menschen zu gehören scheint, die aus der Geschichte nichts gelernt haben oder nichts lernen wollen. Viele Argumentationsfolgen erinnernten mich an die Logik von vor 75 Jahren. Und er wollte gern, dass seine Partei zweite Kraft wird. Also eine der großen Parteien hinter ihm und der sogenannte "EU-Rebell" Hans-Peter Martin zumindest auf Platz vier oder noch dahinter. :-) :-) :-)
Ich also vormittags zur Wahl, HPM gewählt und im Spätdienst schaue ich abends nur mal kurz in den Aufenthaltsraum und sehe Politiker das Wahlergebnis kommentieren. Und als ich das Gesicht von HChé sehe, wusste ich, die Wahl ist positiv gelaufen.
FPÖler haben die Stimmen zwar fast verdoppelt, liegen aber nach ÖVP, SPÖ und HPM nur auf dem vierten Platz :-) :-) :-)
Wer ist also der Wahlsieger? Ich! Sämtliche Wahlziele erreicht.
Viele Grüße
Euer Det
Dienstag, Mai 05, 2009
Offener Brief
Nicht mehr geehrter Herr Steinbrück,
Was ist denn mit Ihnen los? Man muss sich ja schämen! Können Sie nur Ihre Zunge nicht im Zaum halten oder sind Sie gar von allen guten Geistern verlassen?
Erst die Peinlichkeit mit dem Indianervergleich und jetzt dieser Ausrutscher. Oder wollen Sie nur angeben und mitteilen, dass Sie in Erdkunde aufgepasst haben? Das hat ja Berlusconi-Niveau.
Seit gut vier Jahren lebe und arbeite ich in Österreich und muss mir jetzt so etwas in den deutschen Nachrichten anhören. Werden unsere Politiker immer einfältiger? Erst können sie die Wirtschaft nicht in Gang halten, so dass qualifizierte Arbeitskräfte ins Ausland abwandern müssen und dann beleidigen sie die Länder, die es schaffen uns Arbeitsplätze anzubieten.
Hoffentlich kann ich bald die Staatsbürgerschaft wechseln.
Schämen Sie sich Herr Steinbrück!
Mit nicht freundlichen Grüßen
Detlev Drews
Sonntag, April 12, 2009
Gesegnete Ostern
Liebe Freunde,nach einem arbeitsreichen Ostertag möchte ich es nicht versäumen, Euch allen ein gesegnetes Auferstehungsfest zu wünschen.
Neben stehende Karikatur habe ich im aktuellen "stern" gefunden. Der Zeichner hat es sicher witzig gemeint. Aber für mich drückt es den traurigen Tatbestand aus, dass immer mehr Leute immer weniger über den Sinn von Ostern oder anderer christlicher Feste wissen.
Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einem Kollegen darüber, dass ich in einer Radiosendung gehört habe, wie ein Reporter sich vor ein Gymnasium stellte und die Schüler fragte, ob sie wüssten welche Religion der Papst habe. Das wussten sie ja noch, aber auf die Frage ob Gott denn auch katholisch oder ob er evangelisch sei, kamen die merkwürdigsten Antworten. Darauf hin sagte der Kollege zu mir: " Ja und? Was ist er?" Und auf meine Antwort, dass er weder das eine noch das andere sei und wenn überhaupt, sei Jesus ja Jude gewesen, sagte er: "Ist Jude eine Religion?" Ich habe ihm zu Gute gehalten, dass er als Thüringer immerhin in einem postatheistischem Land groß geworden ist. Aber erstaunt hat es mich schon.
Wenn ich dann allerdings sehe, wie auf dem Markt der Beliebigkeit sich alles Mögliche mit allem Unmöglichen vermischt, wundert mich auch wieder gar nichts.
Also denne
Euer Det
Dienstag, April 07, 2009
Katholisch.at
heute muss ich mal meine Bewunderung für die Katholische Kirche in Österreich zum Ausdruck bringen.
Dass ich in einem katholischen Ordenskrankenhaus arbeite und darüber begeistert bin, wisst ihr ja. Dass ich dort in einem katholischen Bibelkreis (die Evangelen vor Ort kriegen nichts auf die Beine) bin und die Leute dort sehr schätze, habe ich auch schon mitgeteilt.

Jetzt läuft in der Vorosterzeit eine Plakataktion, die mich an alte Jesus-People-Zeiten erinnert.
Klare Jesus-Botschaft, sehr plakativ dargestellt. Sehr schön.
Und was früher nicht möglich war, ist jetzt auch möglich: Man druckt das Plakat auf A3-Größe aus und hängt es auf der Station als Kontrast zu Sträußen mit Ostereiern auf. Und keiner machts weg, weil es könnte ja von der Krankenhausleitung aufgehängt worden sein. :-) Noch nie konnte ich so frei missionieren wie in einem Krankenhaus, in dem ich zu Beginn im Arbeitsvertrag ein Missionsverbot unterschreiben musste. Aber das Missverständnis ist mir bei Bewerbungsverfahren schon mehrfach passiert. Es wirkt gedacht, man wolle für seine Kirche oder Gemeinde missionieren, dabei geht es mir allein um den dreieinigen Gott, den wir sowieso gemeinsam haben.
Aber auch in Deutschland tut sich ja etwas. Als Antwort auf die
Aktionen britischer und spanischer Freigeister, die Buswerbung geordert haben, in der mitgeteilt wird, dass es wahrscheinlich keinen Gott gäbe, bringt eine Aktion in Dortmund unsere Antwort an die Öffis. Und das läuft auch wieder mal von der katholischen Kirche! Es tut sich was - auch ein Grund zur Freude. Die Basis ist sich wahrscheinlich einiger als die Obrigkeit oder als die Obrigkeit es wahrhaben will. Aber ich glaube das ist auch nichts Neues unter der Sonne.Falls ich vor Ostern nicht mehr dazu komme hier etwas aktuelles einzutragen, wünsche ich euch schon jetzt ein gesegnetes Osterfest.
Euer Det
Sonntag, Februar 01, 2009
Geburtstag auf Irish
möchte Euch nicht meinen gestrigen Abend vorenthalten. Ein Kollege hatte Geburtstag und es ergab sich, dass Freunde von ihm, Musiker aus den USA, zur gleichen Zeit vorbei kamen. So hat er ein Privatkonzert bei sich zu Hause organisiert und einige Leute dazu eingeladen. Ich gehörte freundlicherweise mit dazu.
Die Musiker, ein Ehepaar mit irischen Wurzeln, musizierten zwei mal eine dreiviertel Stunde mit Fiedel und irischer Trommel. Viele nette Leute waren da und ein reichhaltiges Buffet.Zwischen den Konzertteilen haben wir uns an der frischen Luft an einem vorher vorbereiteten Lagerfeuer erwärmt. Auch eine nette Einlage gewesen, wo mir der Unterschied zu Deutschland mal wieder auffiel. Ginge das in D ohne vorher eine Genehmigung der Feuerwehr zu holen? Jedenfalls war es eine Mordsgaudi für die zahlreich anwesenden Kinder. Und alles in allem ein sehr netter Abend.
Apropos Deutschland: Nach dem ich, seit ich hier bin, nur politische Negativ-Nachrichten gehört habe, endlich mal eine positive. Die Scheffler-Gruppe wird nicht auf Steuerzahlerkosten vom Staat unterstützt. Das hätte ja noch gefehlt. Dann hätte ich hier um vorzeitige Einbürgerung angesucht.
Viele Grüße
Euer Det
Freitag, Januar 30, 2009
Einzelkämpfer
in der letzten Zeit fühle ich mich vermehrt wie ein Einzelkämpfer. Es liegt ja in der Natur der Sache, wenn man allein in einem anderen Land lebt und arbeitet. Aber wenn einige Umstände zusammenkommen, wird es einem noch deutlicher.
Hatte mich ja vor gut zwei Jahren am Leistenbruch operieren lassen und durch Heben einer schweren Patientin ist es leider zu einem erneuten Bruch gekommen. Das ist zwar auch schon wieder eineinhalb Jahre her, aber wenn es keine Probleme gibt, ziehts einen ja auch nicht zum Arzt. Vor etwa einem halben Jahr hatte ich dann schon mal unangenehmen Bauchschmerz und merkte nach einiger Zeit, dass der Bruch eingeklemmt war. Nach einem gekonnten Griff war alles in Ordnung und der Bauchschmerz war fort. Vor zwei Wochen hatte ich dann wieder merkwürdigen Bauchschmerz und kam nach einer Weile auf den Gedanken, dass es wieder der Bruch sein könnte. So war es und nach einem Besuch in unserer chirurgischen Ambulanz bekam ich auch gleich einen Termin zur OP.
Die Frau Gemahlin zu Hause in D war gerade gestürzt und auch out of order, und ich hier in A am Montag stationär aufgenommen. Da fühlt man sich schon wie
(zwei) Einzelkämpfer. So konnten wir uns nur telefonisch gegenseitig gute Besserung wünschen. Ganz davon abgesehen, dass meine Schwester zur gleichen Zeit auch wegen einer Knie-EP im Krankenhaus lag. Ich wurde dann am Dienstag operiert, von meinen lieben geschätzten Kollegen reichlich besucht und konnte am Donnerstag (gestern) schon entlassen werden, da dringend Betten gebraucht wurden. Zwischenzeitlich hatte es mehr als 24 Stunden geschneit, und als ich dann mit meinen zwei Koffern zum Auto kam und es erst mal von den Schneemassen befreien musste, kam mir das Wort "Einzelkämpfer" in den Sinn.Das heißt aber nicht, dass ihr mich jetzt bedauern müsst. Denn als ich bei herrlichem Sonnenschein den Berg zu meiner Wohnung hochfuhr, frohlockte mein Herz und ich wusste mal wieder, dass ich am richtigen Ort bin (nur nicht allein wär schon ganz schön). Meine Wohnung war zwischenzeitlich auf 11 Grad ausgekühlt und brauchte bis zum Abend, dass man sich bei 20 Grad wohlfühlte. Mit dem Ausruhen ist das dann so eine Sache. Entweder ausruhen, hungern und frieren. Oder nicht frieren, nicht hungern und auch nicht ausruhen.
Aber so ist es, denn "Nur die Hachten komm' in'n Gachten!"
We will survive!
Euer Det
Donnerstag, Januar 01, 2009
Happy New Year
Hallo Freunde, wünsche Euch allen ein gesegnetes, erfolgreiches und krisenfestes 2009.
Wir haben hier einen guten Jahreswechsel erlebt. Der gestrige Tag war ein herrlicher Sonnentag bei kalten Temperaturen. Hatten mittags einen schönen Spaziergang gemacht und dabei den neben stehenden vereisten kleinen Wasserfall gesehen. Faszinierend, welche Schönheit man mehr oder weniger direkt vor der Haustür hat.
Nach dem Abendgottesdienst sind wir zum Essen ins Schwarzacher Hotel Post und haben uns eine gute Grundlage für die Silvestersause angelegt. Die war aber auch notwendig, den Silvesterabend in einem Irish Pub bei Live-Musik nur bei Cola geht nicht ;-)
Wir konnten dann bei wirklich guter Stimmung (das Video unten wird einen kleinen Eindruck vermitteln) gleich zwei mal den Jahreswechsel feiern. Erst zur gewohnten Zeit und dann eine Stunde später noch mal zur irisch/englischen Zeit. Als die Stimmung auf dem Höhepunkt war und eigentlich niemand mehr reinpasste, haben wir dann Platz für zwei neue Gäste gemacht.
Jedenfalls hat es uns so gut gefallen, dass wir morgen noch mal reinschauen werden. So kommt man wohl zu einer neuen Stammkneipe (die auch Admiral Schneider und Mister Winterbottom gefallen würde).
Cheerio Miss Sophie
Euer Det
Dienstag, Dezember 23, 2008
A King Is Born
Det
Montag, November 24, 2008
Sendepause
nach über einem Monat Sendepause hier wieder ein Eintrag. Habe mich zurück gehalten, weil ich bemerkt habe, dass der Computer oder speziell das Internet zu viel Zeit geraubt hat. Will deshalb auch jetzt in der kommenden Advents-Fasten-Zeit etwas kürzer treten und versuchen meine musische Seite wieder etwas zum Zuge kommen zu lassen.
Was hat sich hier sonst getan? Österreich hat seit gestern/heute eine neue Regierung. Ist aber weitgehend die alte. Hoffe, dass sie diesmal aktiver sind und sich nicht wieder gegenseitig blockieren. Sonst ist der Stimmenateil für die rechtsradikalen (FPÖ+BZÖ) Parteien bei der nächsten Wahl noch größer. An dem Ergebnis der letzten Nationalratswahl sind die beiden großen, meiner Ansicht nach, selbst Schuld. Kommentar einer Kollegin vor der Wahl: "Ich wähle Haider oder Strache - die tun wenigstens was!"Haider hat sich ja nun selbst getilt. Die Verschwörungstheorien flauen allmählich ab. Die Umstände und Äußerungen nach seinem Tod und bei den Trauerfeiern waren schon manchmal peinlich und gingen fast bis zur Heiligenverehrung. Dadurch haben sich zwei Comediens genötigt gesehen, das in ihrer Sendung zu persiflieren und wurden prompt mit Morddrohungen bedacht.
Sonst gibt es nichts weiter zu der Wahl zu kommentieren. Außer dass ich denke, dass das Ergebnis in den deutschen Medien falsch und überheblich bewertet wurde. Ich denke, dass die österreichische Demokratie lebendiger ist, als die von der Politischen Korrektheit paralysierte deutsche Demokratie. Ein Blogeintrag bei oe24 zum Tode von Jörg Haider: "Er war ein Antidemokrat, aber er wird unserem demokratischen System fehlen." Ob hier Neonazis im Parlament sind, ist Auslegungssache. Fakt ist, dass Altstalinisten im deutschen Parlament sitzen.
Seit Samstag ist es hier weiß, aber in DE soll es ja auch geschneit
haben. Laut telefonischer Rückmeldung von zu Hause bleibt es nur noch nicht liegen. Heute hat es wieder geschneit ('s hoat oacha g'schniebn) und vor der Tür liegen ca. 20 cm von der weißen Pracht. Die Bilder habe ich am Sonntag aus den Stationsfenstern gemacht. Oben der Blick nach Süden und unten der Blick nach Norden. Da lässt es sich aushalten.Viele Grüße
Det
Samstag, Oktober 11, 2008
Statt eines Kommentars
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle das Ergebnis der österreichischen Nationalratswahl kommentiern. Irgendwie ist es jetzt anders. Mir war er sehr suspekt. Aber sein Tod hat auch mich betroffen. Deshalb vorerst hier nur ein Artikel aus der online-Ausgabe der Zeitschrift ÖSTERREICH:
Jörg Haider ist tot
Mit 135 km/h in den Tod gerast
Klagenfurt/Wien, 11. Oktober 2008
Drama in Kärnten: Der BZÖ-Chef ist in der Nacht auf Samstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Jörg Haider hat keine Chance, als sein Wagen, ein mit zwölf Airbags ausgestatteter VW Phaeton, in der Nacht auf Samstag ins Schleudern gerät, sich mehrmals überschlägt und gegen einen Betonpfeiler prallt. Der 58-jährige Ausnahmepolitiker stirbt nur Minuten später und hinterlässt ein Land im Schock.
Der Unfall
Es war ein langer, anstrengender Kärntner Landesfeiertag, als Haider in der Nacht zum Samstag gegen 1.18 Uhr die Loiblpass-Bundesstraße entlang rast. Haider ist unterwegs von einer Party im Lokal Le Cabaret in Velden nach Hause, wo er am Wochenende den 90. Geburtstag seiner Mutter Dorothea feiern will.
Die Feier der Blitzlicht-Revue in Velden war ausgelassen, und eigentlich hatte Haider sein Kommen dort auch schon abgesagt. Denn er war müde, hatte schon am Nachmittag beim Interview mit einer Zeitung übermüdet gewirkt. Doch kurz nach 21 Uhr taucht Haider quasi als Überraschungsgast des Abends in Velden auf. (lesen Sie hier mehr dazu)
(c) APA
Ohne Fahrer
Um 0.30 Uhr verlässt er das Lokal – wie immer hat er nichts getrunken, nur an einem Glas Sekt genippt. Noch ist sein Chauffeur am Steuer. Doch Haider setzt seinen Fahrer in Klagenfurt ab – nimmt einen langen Umweg in Kauf, um alleine heim zu fahren.
Schicksalsstrecke
Haider hasst diese Straße, denn vor 15 Jahren hatte er hier einen schweren Unfall: Im August 1993 war er im Gemeindegebiet von Maria Rain nur knapp einer Katastrophe entgangen: Sein weißer BMW war damals von der Straße abgekommen und drei Meter über eine Böschung geflogen. Damals blieb Haider unverletzt.
In der nacht auf Samstag fährt er in die entgegengesetzte Richtung. Sein Fahrer Friedrich Schager, den er nach Hause geschickt hat, betont gegenüber ÖSTERREICH: „Jörg ist immer wieder gerne selbst nach Hause gefahren. Er hat mir so oft frei gegeben. Hinterher gesehen rauft man sich die Haare.“ Denn kurz vor der Ortschaft Lambichl im Süden von Klagenfurt fährt Haider mit einer überhöhten Geschwindigkeit von etwa 135 km/h, wie ein Experte schätzt, die feuchte Straße entlang. Dann der Crash:
Vor einer Kurve überholt Jörg Haider einen langsameren Wagen – von da an hat er keine Chance mehr, verliert die Herrschaft über das Auto:
· Der Phaeton gerät ins Schleudern, kommt rechts von der Straße ab, schlittert eine Böschung entlang.
· Der Wagen hebt ab wie eine Rakete und rasiert ein 50 km/h-Schild und einen Wegweiser weg.
· Daraufhin schießt das Auto rund 150 Meter weiter ungebremst auf dem Grünstreifen dahin. Mit der rechten Autoseite mäht er unzählige Thujenbüsche um, die daraufhin fallen wie Grashalme.
· Dann das Schlimmste: Haiders Wagen knallt auf einen Betonpfeiler, prallt davon ab, überschlägt sich mehrfach und landet mit einem riesigen Knall wieder auf der Straße.
Die Trümmerteile des Wagens liegen über 150 Meter auf der gesamten Straße verstreut. Das Dach des Wagens ist völlig zertrümmert, die Fahrertüre wurde davongeschleudert.
Der Hilferuf
Die Frau, die Haider nur Sekunden zuvor mit seinem Wagen überholt hat, bleibt geschockt stehen. Nichts bewegt sich mehr in dem Unfallauto. Verzweifelt ruft die Frau den Notarzt. Sie weiß in dem Moment noch nicht, wer in dem völlig zertrümmerten Auto vor ihr in diesen Sekunden mit dem Tod ringt.
Ärztin ohne Chance
Binnen Minuten trifft die Polizei ein. Und gleich darauf kommt die Klagenfurter Ärztin Andrea Oher zur Unfallstelle. Oher berichtet gegenüber ÖSTERREICH: „Ich wurde von einem Polizeibeamten zur Unfallstelle gelotst. Er hat mir zugeflüstert: ‚Vorsicht, da ist der Landeshauptmann drinnen, es geht ihm nicht gut'.“ Oher erkennt Haider sofort, obwohl er durch den Horror-Unfall stark blutet, sein linker Arm ist beinahe abgetrennt. „Es hat alles ganz schlimm ausgesehen, ich habe mein Möglichstes versucht“, so die Ärztin.
Doch alle Rettungsversuche nützen nichts, zu schwer sind die Kopf- und Brustverletzungen, die der Politiker erlitten hat – obwohl er angeschnallt war. „Weiters dürfte die Wirbelsäule gebrochen gewesen sein“, so der medizinische Direktor des LHK Klagenfurt, Thomas Koperna. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion in Graz klären. Zwar gibt es kurz nach dem Unfall noch einen „Funken einer Chance, sein Leben zu retten“, wie Koperna sagt, dennoch: Jörg Haider stirbt auf dem Weg ins LKH Klagenfurt.
Sonntag, Oktober 05, 2008
Gedenktage
bin nach einem Ausflug zu Tochter und deren Familie in England und einem kurzen Aufenthalt in D wieder in den Pongau zurück gekehrt. Einige von Euch habe ich ja getroffen. War schön, mal wieder zu plaudern.

Hier gelandet war das Wetter erst trübe. Die Wolken hingen tief und der Schnee lag in Wolkenhöhe auf den Bergen. Heute war ein schöner sonniger Tag, aber auf den Bergspitzen ist unverkennbar, dass der Winter Einzug hält.
In der letzten Zeit hatte ich ja wenig geschrieben und da sind mir einige Gedenktage vorüber gegangen, an die ich im Nachhinein nun doch noch erinnern möchte. Wer mag, kann die Videos dazu anklicken.
Am 12. September war ich mit unserer Abteilung zu einem Seminar über Systemische Therapie in Michaelbeuern. Und eben an diesem Tag war der 5. Todestag vom legendären Johnny Cash. Habe gestern in Salzburg eine CD mit DVD von ihm gekauft und die DVD mir vorhin angeschaut. Kennt ihr das Gefühl, jemanden so gut zu kennen, als ob er zur Familie gehört? Habe vor einiger Zeit mein Lieblingsvideo von ihm ins Netz gestellt - sehr ergreifend.
Ein Tag später, ich war noch in Michaelbeuern, hatte mein Fußballverein 75. Jubiläum. Vor drei Jahren neu gegründet und schon ein Dreivierteljahrhundert alt. Das geht gut ab.
Na ja, und dann am Freitag war der 3. Oktober. Der 18. Jahrestag der Wiedervereinigung. Hier ein nettes passendes Video. Es bezieht sich zwar auf die WM 2006, aber passend heißt es in einer Zeile: Schwarz, Rot, Gold ist unser Land.
